Einbecker Neujahrsempfang 2017: Alles wird besser


Christoph Bajohr, Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Dr. Sabine Michalek, Walter Schmalzried. Fotos: fb Frank Bertram

Christoph Bajohr, Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Dr. Sabine Michalek, Walter Schmalzried. Fotos: fb Frank Bertram

Rund 250 Gäste begrüßte der Vorsitzende der Einbeck Marketing InitiativGemeinschaft, Christoph Bajohr, in der PS-Halle.

Rund 250 Gäste begrüßte der Vorsitzende der Einbeck Marketing InitiativGemeinschaft, Christoph Bajohr, in der PS-Halle.

Musik beim Empfang gab's von verschiedenen Formationen der Musikschule M1.

Musik beim Empfang gab's von verschiedenen Formationen der Musikschule M1.

21.01.2017, fb. Nach sechs Jahren im BBS-Forum haben sich die rund 250 Besucher des Neujahrsempfangs von Einbeck Marketing in diesem Jahr erstmals wenige Meter Luftlinie entfernt zum Auftakt für 2017 getroffen - in der neuen PS-Halle. Der Vorsitzende der Einbeck Marketing InitiativGemeinschaft, Christoph Bajohr, begrüßte auch im Namen des neuen Aufsichtsratsvorsitzenden der Einbeck Marketing GmbH, Martin Deutsch (Brauhaus AG), die Mitglieder und Vertreter aus Politik und öffentlichem Leben. Mit der zum dritten Mal verliehenen Gläsernen Eule wurde der Kaufmann Walter Schmalzried für sein überdurchschnittliches Engagement ausgezeichnet. Als Festrednerin sprach Universitätspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel darüber, wie die Göttinger Hochschule in die Region hinein wirken kann.

"Alles wird besser", sagte InitiativGemeinschaft-Vorsitzender Christoph Bajohr wenige Tage nach der vollzogenen Umstrukturierung der Einbeck Marketing GmbH. Nun habe der Verein und nicht mehr die Stadt die Mehrheit, Tourismus und Kulturring seien jetzt wieder allein Aufgabe der Stadtverwaltung. Die Einbeck Marketing GmbH werde aber dadurch nicht zur Veranstaltungsagentur reduziert. "Die Stärkung des Standortes ist unser Programm", sagte Bajohr. Leider lasse Einbeck seinen Trumpf Innenstadt noch immer etwas schwächlich liegen, schön dekorierte Schlaufenster allein brächten keine Frequenz in die City. "Lassen sie uns 2017 gemeinsam die Innenstadt stärken", appellierte er. "Bleiben Sie länger in der City als ihnen die Brötchentaste erlaubt." Ein wenig Sorge mache ihm die Zeitachse der kommunalen Planungen, beispielsweise bei den Umgestaltungen von Neustädter Kirchplatz, Tiedexer Straße und Marktstraße, auf die der Handel warte. Da müsse bald etwas sichtbar werden, forderte er.

Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek: "Danke für die klaren Worte." Sie nahm die Forderung auf und kündigte an, dass durch zur Verfügung stehende Finanzmittel auch die Umgestaltung der Marktstraße bereits in diesem Jahr in Angriff genommen werden könne. Allerdings nicht in der Form, dass schon Bagger zu sehen seien, aber die Planungen könne man in 2017 konkretisieren. Die Bürgermeisterin blickte zurück auf die Gesellschafter-Veränderungen bei der Einbeck Marketing GmbH. "Ich bin zufrieden, wie sich die Umstrukturierung gestaltet hat", sagte Michalek. "Es ist nicht wichtig, wie wir uns im Hintergrund organisieren." Im Mittelpunkt aller Aktivitäten müsse der Bürger und der Besucher der Stadt stehen. Einbeck entwickle sich weiter prächtig.

Walter Schmalzried erhielt die Gläserne Eule 2017. "Sein Handeln und Streben für den Wirtschaftsstandort Einbeck ist außerordentlich", sagte Bajohr zur Begründung. Schmalzried führe nicht nur das größte Geschäft in Einbeck erfolgreich und vorbildlich, der Kaufmann setze sich auch vielfältig ehrenamtlich für den Standort ein, sitze seit 25 Jahren im Stadtrat. Schmalzried sei nicht allein viele Jahre im Vorstand der Werbegemeinschaft engagiert gewesen und habe diese lange geleitet und die Initiative Einbeck mit initiiert. Er habe auch das Eulenfest 1974 nach Einbeck gebracht, sagte Bajohr in der Würdigung Schmalzrieds Lebenswerks. Walter Schmalzried rief in seinen Dankesworten dazu auf, wieder "mehr Hefe" zu sein, nur wer sich engagiere in einer Stadt könne den Weg selbst mitgestalten.

Wie sich die Universität Göttingen aus dem Elfenbeinturm heraus bewegt und sich zur Gesellschaft öffnet, erläuterte die Präsidentin der Hochschule, Prof. Dr. Ulrike Beisiegel. Etwa die Hälfte der Studierenden stammten aus der Region. Die "Nacht des Wissens" oder Tage der offenen Sammlung seien Beispiele, die viele Besucher aus der Umgebung anlocken. Ebenso sei der geplante "Welcome Center" im Bahnhof Göttingen ein Beispiel, in dem viele Beteiligte aus der Region gemeinsam Neulinge begrüßen und beraten wollen. Beim geplanten "Forum Wissen" in der alten Zoologie unweit des Bahnhofs könne sie sich vorstellen, auch Exponate aus der Region (beispielsweise ein PS-Speicher-Motorrad) in das Wissensmuseum aufzunehmen oder teilweise mit den Wissen vermittelnden Schauen auch in Standorten der Region zu gastieren.

Für die Musik des Abends sorgten verschiedene Sängerinnen und Gruppen der Musikschule M1.

 

Dazu auch:
Einbecker Neujahrsempfang: Eine Stadt ist in Bewegung (17.01.2016)


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