
Bernd Huwald (CDU), Frank-Dieter Pfefferkorn (UWG), Frank Doods (SPD), Beatrix Tappe-Rostalski (CDU) und Bürgermeister Ronny Rode.
[27.01.2012, fb] Kreiensen geht selbstbewusst in die 2013 entstehende neue Gemeinde Einbeck. Das wurde heute beim traditionellen Pressefrühstück der Fraktionssprecher und des Bürgermeisters mit Medienvertretern deutlich. "Wir haben alles richtig gemacht", sagt etwa Bernd Huwald (CDU). Kreiensen sei noch Herr des Verfahrens in den Verhandlungen gewesen und habe noch Dinge aushandeln können. Kalefeld beispielsweise bekommt, wie gestern bekannt wurde, eine Entschuldungshilfe nur noch bei Aufgabe der Selbstständigkeit und hat nun in Fusionsgesprächen (mit wem auch immer) deutlich schlechtere Trümpfe.
Kreiensen habe in den Verhandlungen mit Einbeck wichtige Positionen durchsetzen können. Da sind sich die Fraktionssprecher Frank Doods (SPD), Bernd Huwald (CDU), Frank-Dieter Pfefferkorn (UWG) mit Bürgermeister Ronny Rode einig. Die Ortsräte werden gestärkt. Wenn Kreiensen ab 2013 zusammen mit Einbeck eine Gemeinde (33.000 Einwohner, 46 Ortsteile) bilden wird, werden die einzelnen Ortsräte mehr zu entscheiden haben als bisher - weil sie auch über mehr Geld verfügen werden. Opperhausen beispielsweise, erzählt Huwald, werde statt 3000 künftig 50.000 Euro zur Verfügung haben. So lasse sich bürgernaher Politik mit den Bürgern machen.
Die Fusion habe Vorteile. Und das müsse hier nicht schöngeredet werden, sagte Bürgermeister Ronny Rode. Kreiensen habe auch nichts zu verlieren gehabt. "Durch die mit der Fusion verbundene Entschuldungshilfe wird die neue Stadt Einbeck eine solide finanzielle Handlungsfähigkeit erhalten", sagt der Bürgermeister. Jahrelang habe man sich zuvor in Kreiensen immer wieder mit Bedarfszuweisungen des Landes beschäftigen müssen. Jetzt sei man dann ab 2013 wieder handlungsfähig durch eigenes Gestalten, sagt Rode, und Frank Doods, Frank-Dieter Pfefferkorn und Bernd Huwald stimmen zu. Der letzte Haushalt des eigenständigen Kreiensen (2012), der im März verabschiedet werden soll, wird voraussichtlich noch einen Fehlbetrag von 980.000 Euro aufweisen.,
2012 ist das Jahr "davor". Viele Verwaltungsdinge sind zu klären. Wichtig für die Menschen sei, dass in Kreiensen ein Bürgerbüro erhalten bleibe und auch der Schulstandort gesichert sei, sagt Ronny Rode. Die Grundschule Kreiensen wurde erst im vergangenen Jahr für 461.000 Euro grundsaniert; in der Grundschule Greene wurde für 44.500 Euro der Brandschutz modernisiert. Und auch, dass die Wirtschaftsförderung in der neuen Gemeinde Einbeck dann von Einbeck Marketing professionell angepackt werde, sei für Kreiensen ein Fusionsvorteil und ein guter Schritt, meinen die Fraktionssprecher.
Bürgermeister Ronny Rode geht schon zum 1. Mai dieses Jahres in den Ruhestand. Bis zur Fusion am 1. Januar 2013 wird die Gemeinde Kreiensen in ihren letzten selbstständigen Monaten von Otfried Wecke (Leiter der Verwaltung) und den ehrenamtlichen stellvertretenden Bürgermeisterinnen Beatrix Tappe-Rostalski und Marion Schelm geführt.