Kunst im KWS-Biotechnikum: Druckgrafiken von Claudia Binder


Claudia Binder mit Lothar Sütterlin, der bei der Vernissage in ihr Werk einführte. Fotos: fb Frank Bertram

Claudia Binder mit Lothar Sütterlin, der bei der Vernissage in ihr Werk einführte. Fotos: fb Frank Bertram

Die 47. Ausstellung im Biotechnikum ist noch einmal Ende März zu sehen.

Die 47. Ausstellung im Biotechnikum ist noch einmal Ende März zu sehen.

Claudia Binder, Ulrike Gaycken und Hagen Duenbostel.

Claudia Binder, Ulrike Gaycken und Hagen Duenbostel.

"Nach dem Regen" von Claudia Binder (2016).

"Nach dem Regen" von Claudia Binder (2016).

"Vom heute vergangenen Tage" von Claudia Binder (2015).

"Vom heute vergangenen Tage" von Claudia Binder (2015).

18.02.2017, fb. Komplexe Details und feinsinnige Nuancen zeichnen die 37 Druckgrafiken aus, die jetzt im Biotechnikum der KWS Saat SE in Einbeck zu sehen sind. Claudia Binder aus Göttingen zeigt bei der mittlerweile 47. Ausstellung im Forschungsgebäude des Saatzuchtunternehmens an der Grimsehlstraße bis April ihre Werke, am 29. März können interessierte Besucher die Bilder noch einmal bei einer Führung erleben. Eine Passage aus einem Gedicht, ein zufällig aufgeschnappter Satz oder auch eine Melodie sind für Claudia Binder Inspirationen, die sie in ihren Werken druckgrafisch umsetzt. Nach 15 Jahren ist die Ausstellung von Claudia Binder für Ulrike Gaycken die letzte als Kuratorin; sie will sich wieder verstärkt agrarwissenschaftlichen Aufgaben widmen. KWS wird auch weiterhin Kunst zeigen, kündigte Vorstandssprecher Hagen Duenbostel an. Ab der nächsten Ausstellung werde es dabei zu ein paar Veränderungen kommen.

Mit Claudia Binders Werken werden nach langer Zeit wieder Druckgrafiken im Biotechnikum der KWS präsentiert. „Fast malerisch beschäftigt sich die Künstlerin mit einer Vielzahl sehr unterschiedlicher Themen“, sagte KWS-Vorstandssprecher Hagen Duenbostel bei der Vernissage. Die Vielfalt zeige, mit welcher Neugier die Künstlerin durch das Leben gehe.

Claudia Binder, geboren 1955 in Stuttgart, lebt und arbeitet seit 1993 als Oberärztin mit außerplanmäßiger Professur an der Universität Göttingen. Seit 1981 beschäftigt sie sich mit dem Thema Radierung. Regelmäßig absolvierte sie Seminare: in Göttingen, an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, der Europäischen Kunstakademie Trier und im Kloster Irsee. Ausstellungen fanden zunächst überwiegend im Kölner Raum statt.

„Was ist das für eine Technik, mit der so zarte Gebilde wie Gräser nach einem Regen hingehaucht und auf der anderen Seite auch Industrieanlagen hammerhart auf Papier gedruckt werden können?“ Mit dieser Frage wandte sich Lothar Sütterlin, Kernphysiker, Künstler und Freund der Künstlerin, an die Gäste der Ausstellung.

„Die Radierung ist eine Tiefdrucktechnik, bei der mit hohem Druck Farbe aus Rillen und Riefen einer meist metallenen Platte herausgesaugt werden. Je höher der Druck, desto feinere Details werden sichtbar“, erklärte Sütterlin. Das erfordere zeichnerisches Können und Erfahrung mit den vielfältigen Teiltechniken der Radierung, aber auch große Beharrlichkeit einem Stück Blech das abzuringen, was man sich vorstellt.

Interessierte können am Mittwoch, 29. März, um 19 Uhr die Ausstellung noch einmal besuchen. Anmeldungen dafür nimmt Bettina Alex bei der KWS, Telefon 05561 311-638, bettina.alex@kws.com entgegen.


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