
Petra Reimann (Initiative), Christoph Bajohr (Werbegemeinschaft), Stephan von Stenglin (Referent).

Über 100 Besucher waren beim Neujahrsempfang in der Rathaushalle.

Landrat Michael Wickmann und Bürgermeister Ulrich Minkner.

Musik an Gitarre und Bass.
[21.01.2012, fb] 2012 - was bringt das neue Jahr? Erste Antworten gab es beim Neujahrsempfang von Initiative und Werbegemeinschaft Einbeck in der Rathaushalle. Über 100 Teilnehmer aus Wirtschaft und Politik diskutierten in anregenden Gesprächen über die Herausforderungen im gerade begonnenen Jahr. Zuvor hatte Stephan von Stenglin, Präsident der Hauptverwaltung Hannover der Deutschen Bundesbank, über Euro, Finanz- und Staatsschuldenkrise gesprochen. Der Bundesbanker, der einst an der Paul-Gerhardt-Schule in Dassel sein Abitur gemacht hat und dort, wie er selbst sagte, das Mai-Bock aus Einbeck "als sinnstiftendes Element unseres Internatslebens" erlebt hat, sprach sich gegen eine Gemeinschaftshaftung in Europa aus. Wer Risiken eingehe, müsse auch die Folgen aushalten, sagte Stephan von Stenglin.
Für Bürgermeister Ulrich Minkner sind beim Blick auf das vergangene und das neue Jahr zwei Dinge bemerkenswert, wie er sagte. Er finde es zum einen gut, dass es nach der jüngsten Kommunalwahl im Rat 15 von 36 Ratsmitgliedern gebe, die neu seien. "Sie wollen sich engagieren und mitmachen", sagte Minkner, "und zwar nicht, um etwas zu verhindern, sondern um für die Stadt etwas zu bewegen". Freilich hätten die Neulinge inzwischen gemerkt, dass viele Dinge nicht so einfach seien.
Zum anderen werde 2012 für Einbeck eine große Herausforderung, da die 2013 Realität werdende Fusion mit Kreiensen vorbereitet werden müsse, sagte Minkner - auf allen Ebenen. Jeder sei gefordert, jeder Verein, jede Organisation, weil Einbeck mit Kreiensen eine neue Stadt werde. Es gelte, sich auf die neuen Einwohner einzustellen in vielfältigen Strukturen. Das sei vielen noch nicht bewusst. Einbeck mit 33.000 Einwohnern und 46 Ortsteilen sei dann einmalig in Niedersachsen, die Gemeinde werde eine große Fläche haben. "Ich fühle mich dann wie ein kleiner Landrat", sagte Ulrich Minkner augenzwinkernd. Und fügte hinzu: "Wenn ich dann noch Bürgermeister bin." Denn dieser werde ja im Januar 2013 auch neu gewählt.
Wie Petra Reimann für die Initiative Einbeck wünschte Christoph Bajohr von der Werbegemeinschaft Einbeck allen Vertretern der Einbecker Wirtschaft ein gutes neues Jahr. Bajohr erinnerte daran, dass das Wirtschaftsleben auf Wachstum ausgerichtet sei, einfach mal ein Jahr der Besinnung einzulegen, das gehe nicht. Auch Einbeck müsse 2012 wachsen. "Noch besser, noch schöner, noch aktiver", das müsse das Ziel Einbecks sein. Der begonnene Masterplan werde verfeinert, der neue Geschäftsführer von Einbeck Marketing werde zurzeit gerade ausgesucht. Der Vorsitzende der Einzelhändler-Organisation wünschte sich möglichst viele, die mitmachten und unterstützend helfen, Einbeck zu stärken. Bajohr appellierte dabei an die Entscheider in der Politik, verantwortungsvoll mit dem Juwel Einbecker Innenstadt umzugehen.