Sparkasse Einbeck baut Kundenhalle zur öffentlichen Passage um


Präsentieren die Umbau-Pläne (v.l.): Vorstand Carsten Sowa, Gebäudemanagerin Karin Henne-Mudrack, Architekt Jürgen Schuh, Vorstand Stefan Beumer und Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek. Foto: fb Frank Bertram

Präsentieren die Umbau-Pläne (v.l.): Vorstand Carsten Sowa, Gebäudemanagerin Karin Henne-Mudrack, Architekt Jürgen Schuh, Vorstand Stefan Beumer und Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek. Foto: fb Frank Bertram

So soll die neue Kundenhalle der Sparkasse als 24 Stunden zugängliche Passage in Zukunft aussehen. Abbildung: artKOMM Kassel

So soll die neue Kundenhalle der Sparkasse als 24 Stunden zugängliche Passage in Zukunft aussehen. Abbildung: artKOMM Kassel

Grundriss der umgestalteten Sparkassen-Kundenhalle/Passage mit Beratungs- und Servicebereich, Geldautomaten-Zone und Café. Zeichnung: artKOMM Kassel

Grundriss der umgestalteten Sparkassen-Kundenhalle/Passage mit Beratungs- und Servicebereich, Geldautomaten-Zone und Café. Zeichnung: artKOMM Kassel

10.03.2017, fb. Die Sparkasse Einbeck baut ihre Kundenhalle zu einer öffentlichen Passage um, die Marktplatz und Knochenhauerstraße rund um die Uhr verbindet. Gleichzeitig entsteht in dieser Passage ein Café mit Bäckereifiliale sowie ein barrierefreies WC. Statt Kassen mit Personal wird es in der neuen Sparkassen-Hauptstelle ingesamt sieben Geldautomaten für verschiedene Bargeldzwecke geben. Am Montag starten die Arbeiten für die Umgestaltung im laufenden Betrieb, der größte Bauabschnitt soll in den Sommerferien stattfinden. Pünktlich zum Eulenfest Mitte Oktober sollen die Baumaßnahmen wesentlich abgeschlossen sein, kündigten heute der Sparkassen-Vorstand Stefan Beumer und Carsten Sowa an. Das Kreditinstitut investiert einen sechsstelligen Betrag in den Umbau. "Das ist ein städtebaulicher Gewinn", sagt Einbecks Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek über die Umgestaltung. "Das passt prima und wertet die Innenstadt auf", freut sich die Verwaltungsratsvorsitzende der Sparkasse.

Hintergrund der Umgestaltung ist laut Sparkasse das stark veränderte Kundenverhalten in Zeiten der Digitalisierung des Bankgeschäftes. Rund 1000 Kunden pro Tag besuchen die Hauptstelle - und nutzen vor allem die Geldautomaten, die heute an den beiden Eingängen am Marktplatz und an der Knochenhauerstraße platziert sind. In Zukunft werden in der Mitte der Passage die Selbstbedienungsautomaten aufgestellt sein und den bisherigen Kassenbereich ersetzen. Sämtliche Bargeldfunktionen bleiben dabei erhalten, sagen Sparkassen-Vorstand Stefan Beumer und Carsten Sowa. Das Selbstbedienungsangebot werde ausgeweitet, sämtliche Funktionen der Bargeldversorgung inklusive Einzahlungen sowie der Münzrollenausgabe werden angeboten.

Die vor 18 Jahren letztmals umgebaute Sparkasse hat heute zu viel Fläche. "Viele Überlegungen sind in die Planungen eingeflossen", sagen Beumer und Sowa. "Das jetzt vorgestellte Konzept mit einer Passage und einer vermieten Fläche als Cafe/Bäckerei ist nicht nur eine elegante, sondern auch eine für die Sparkasse wirtschaftlich gut tragbare Lösung." Der besondere Charme des etwa 150 Quadratmeter großen gastronomischen Angebots bestehe darin, dass die zentrale Halle der Sparkassen mit dem Glasdach für die Außenrestauration mitbenutzt werde. Zurzeit führt das Kreditinstitut Verhandlungen mit Interessenten, die jedoch noch nicht abgeschlossen sind.

In den neu geschaffenen Räumlichkeiten im Erdgeschoss stehen unverändert 30 Sparkassen-Mitarbeiter in verschiedenen Teams für die unterschiedlichen Wünsche der Kunden zur Verfügung, erläutert Sparkassen-Vorstand Carsten Sowa. In einem ersten Bauabschnitt, der bis Juni dauert, wird zunächst der Beratungsbereich mit modernen und zeitgemäß diskreten neuen Räumen erweitert. Dafür wird auch ein neuer Sicherheitsbereich errichtet, der die Sparkassen-Räume zur künftig jederzeit öffentlich erreichbaren Passage abgrenzt. Die Passage wird 24 Stunden lang videoüberwacht sein.

Zwischenzeitlich wird während der Umbauphase das SB-Angebot an der Knochenhauerstraße ausgeweitet und den bisherigen bedienten Kassenbereich ersetzen. Für die Erläuterung der neuen Angebote stehen Mitarbeiter direkt in der SB-Zone zur Verfügung.

Im nächsten Bauabschnitt, der voraussichtlich im Juni beginnt, wird die Passage ausgebaut. Weil dieser Abschnitt am meisten Einschränkungen für die Kunden mit sich bringen wird, wird er vor allem in die Sommerferien gelegt, sagt Karin Henne-Mudrack, die für das Gebäudemanagement in der Sparkasse zuständige Bereichsleiterin. Während des gesamten Umbaus werde der Sparkassenbetrieb aufrechterhalten, gewisse Einschränkungen seien zeitweilig aber nicht zu vermeiden, bittet sie um Verständnis. 

Planer und Generalunternehmer für die Arbeiten ist Architekt Jürgen Schuh (artKOMM) aus Kassel. Die Gewerke sollen an heimische Unternehmer vergeben werden.


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