Trotzdem gewonnen

Natürlich wären sie gerne nach Berlin gefahren. Schüler und Lehrer. Wären am Liebsten dabei gewesen, wenn der Deutsche Schulpreis Ende Mai in der Hauptstadt verliehen wird. Hätten gar den 1. Preis gerne aus den Händen der Bundeskanzlerin entgegen genommen. Als jetzt bekannt wurde, dass die Berufsbildenden Schulen Einbeck nicht die Endrunde erreicht haben, war bei vielen dort die Enttäuschung groß. Das ist verständlich. Denn wer sich einem Wettbewerb stellt, möchte am Ende gewinnen. Diesen Ehrgeiz sollte jeder haben, der antritt. Dabei sein ist zwar alles, aber auch bei Olympia sind Medaillen schon schöner.

Trotzdem hat die BBS Einbeck am Ende gewonnen. Es klingt blöd, aber die Schule mit ihren 1350 Schülern und 100 Lehrern hat vor allem an Erfahrung gewonnen. Allein die Teilnahme am Schulpreis-Wettbewerb hat die BBS voran gebracht. Weil für die Bewerbung eine Menge Arbeit notwendig gewesen ist, die nur gemeinsam zu schaffen war. „Gemeinsam einzigartig“ – so war die Bewerbungsmappe überschrieben, und das ist die BBS Einbeck. Sie nimmt dank Schulpreis jetzt an einem zweijährigen Förderprogramm teil, das die Berufschule als Schule noch einmal weiter voran bringen wird. Und dass die BBS am Ende unter den besten 20 Schulen von 120 Teilnehmern in Deutschland war, ist bereits eine große Auszeichnung. Für Einbeck war die BBS auf dem Treppchen.

» weiter

Der Autor

Frank Bertram ist seit 14 Jahren als Journalist in der Region tätig. Er kennt die aktuellen Themen, weiß um die Probleme und beleuchtet Ereignisse und Strukturen kritisch - "mit spitzer Feder" eben. Jede Woche schreibt er in seiner Kolumne bei Einbeck-City.de über das, was Thema ist. Oder er nimmt die Dinge des täglichen Lebens augenzwinkernd unter die Lupe.