Archäologen finden Eisenzeit-Hausgrundrisse
04.11.2018, fb – Politik, Sonstiges

Die Lage war auch früher schon günstig für eine Siedlung: Guter Lößboden, eine vergleichsweise ebene Fläche, ein nahes Gewässer (Ilme), aber nicht im Auen-Überschwemmungsgebiet gelegen. Archäologen haben jetzt bei Ausgrabungen auf einem bislang als Acker genutzten Areal am Butterberg südöstlich von Einbeck mehrere Hausgrundrisse aus der Eisenzeit (500 v.Chr. bis zur Zeitenwende) gefunden. Darunter auch die Spuren von zwölf Pfosten für ein großes Siedlungshaus, das etwa 5 x 10 Meter groß war.

"Das ist in Südniedersachsen selten", freut sich Stadtarchäologe Markus Wehmer mit seinem Grabungsteam über die Funde. Auch Spuren von kleineren Häusern mit sechs Pfosten haben die Wissenschaftler kaum 50 Zentimeter unter der Oberfläche entdecken können. Solche kleineren Eisenzeit-Häuser-Spuren waren in Einbeck jedoch auch bereits bei Ausgrabungen vor dem Neubau des Hotel Freigeist am westlichen Stadtrand vor Jahren gefunden worden.

Die archäologischen Ausgrabungen auf dem gut 6000 Quadratmeter großen Grundstück an der Kolberger Straße zwischen Geschwister-Scholl-Schule und Kleingartensiedlung sind möglich geworden, weil in Kürze die Post auf der Fläche ihr neues Verteilzentrum für Einbeck bauen lässt, das sich bislang im einstigen Postgebäude an der Dr. Friedrich-Uhde-Straße befindet.