Auch Volksbank schließt in Salzderhelden
26.04.2018, fb – Wirtschaft

Die Volksbank schließt ihre Geschäftsstelle in Salzderhelden. Das hat die Genossenschaftsbank heute in Seesen bekannt gegeben. Erst vor wenigen Tagen hatte auch die Sparkasse angekündigt, die Filiale in Salzderhelden zu schließen. Neben Salzderhelden will die Volksbank die Geschäftsstellen Salzgitter-Ringelheim, Edesheim, Münchehof, Gittelde, Lüthorst und Kalefeld in die Geschäftsstellen Lutter a. Bbge., Einbeck, Echte und Seesen "integrieren", wie es in einer Pressemitteilung heißt - was faktisch nichts anderes als Schließung bedeutet. Außerdem wird die Volksbank laut heutiger Mitteilung die SB-Filialen in Einbeck-Greene, Bornhausen und Brunkensen wegen geringer Nachfrage nicht aufrechterhalten und vom Netz nehmen. „Wir haben uns intensiv mit unserem Filialnetz, mit Öffnungszeiten und der Erreichbarkeit generell beschäftigt“, wird Andreas Wobst, Vorstandsmitglied der Volksbank eG in Alfeld, Bad Gandersheim, Bockenem, Einbeck, Langelsheim und Seesen in der Pressemitteilung zitiert.

„Wir sehen in der heutigen Zeit, dass das klassische Bankgeschäft von unseren Kunden weniger nachgefragt wird“, erläutert Andreas Wobst. Auf die vielen Möglichkeiten der Bargeldversorgung, die sich heute für die Menschen ergeben, müsse man reagieren. Bei vielen Supermärkten sei es mittlerweile möglich, sich mit Bargeld zu versorgen. „Natürlich stellt sich dann die Frage, ob die Anzahl der Filialen und Geldautomaten sinnvoll ist.“ Außerdem würden sich viele Kunden auch im Internet informieren und die Bank nur für spezielle Beratungsleistungen aufsuchen, sagt der Vorstand. Wobst: „Wir merken, dass im Laufe der Zeit weniger Menschen in die Geschäftsstellen kommen.“

Die Volksbank passe sich den Gewohnheiten der Kunden an, "denn im Zeitalter der Digitalisierung ist das Handy eines der wichtigsten Kommunikationsmittel“, ist sich Wobst sicher. Die Volksbank eG sei seit einiger Zeit auch über WhatsApp erreichbar.

Die Volksbank stellt sich nach eigener Aussage flexibler auf, man habe ein Gesamtkonzept mit vielen Ideen und Anregungen von Kunden und Mitgliedern entwickelt, erläuterte Wobst. „Unsere Berater kommen gern zu den Kunden, wenn diese es wünschen oder keine Möglichkeit haben, eine unserer Filialen aufzusuchen.“ Innovation stehe nicht im Gegensatz zur Tradition. Wobst: "Wir sind auch weiterhin von der Filiale überzeugt."

Wo andere Banken an Service und Leistungen einsparten und weniger bieten, laute das Motto der Volksbank: „Wir bieten mehr!“: Mehr Erreichbarkeit, mehr maßgeschneiderte Produkte, mehr Einfachheit, mehr Schnelligkeit, mehr Ideen und vor allem mehr Werte für die Mitglieder und Kunden der Volksbank und die Region, heißt es in der Pressemitteilung. Zum 1. Juli führt die Volksbank ein Hausbankmodell ein. Für Vereine soll es in der zweiten Jahreshälfte eine Crowdfunding-Plattform geben.