Ausbau läuft: Schnelles Internet in Einbeck noch im Dezember
13.11.2016, Frank Bertram – Politik, Wirtschaft, Sonstiges, Unterhaltung

14.11.2016, fb. Der Glasfaserausbau der Deutschen Telekom in Einbeck und in den Ortschaften Andershausen und Kuventhal läuft bereits seit Tagen auf Hochtouren, Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek hat dann auch eher symbolisch den Startspaten der Bauarbeiten für das schnelle Internet in die Hand genommen. Noch im Dezember will die Telekom Haushalte in der Kernstadt Einbeck mit bis zu 100 MBit/s versorgen können, erklärte Regio-Manager Jens Göppert. Insgesamt werden rund 22 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und 32 moderne Verteilerkästen aufgestellt. Davon können insgesamt rund 7500 Haushalte in Einbeck sowie den Orten Andershausen und Kuventhal profitieren. Die weiteren Einbecker Ortschaften sollen bis Ende 2017 über ein landkreisweit laufenden Förderprogramm angeschlossen werden, bei dem die Ausschreibungsphase derzeit läuft.

Die neu verlegten Leitungen sollen am 19. Dezember für 2700 Haushalte der Kernstadt und noch im Dezember für die restlichen 4800 Haushalte in Einbeck sowie Kuventhal und Andershausen freigeschaltet werden.

Um schnelles Internet zu bekommen, muss der Kunde aktiv werden. Wer das Angebot von bis zu 100 MBit/s nutzen möchte, kann telefonisch beim Telekom-Kundenservice oder bei den Vertriebspartnern expert Einbeck und Euronics XXL buchen. Außerdem werden Mitarbeiter, die sich ausweisen können, an den Haustüren klingeln.

"Ich freue mich, dass es in Einbeck richtig losgeht - und dass es so schnell geht", sagte Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek. "Schnelles Internet gehört heute zum Lebens dazu, privat als auch bei Unternehmen." Im Mai dieses Jahres war das Verfahren gestartet, hatte die Deutsche Telekom ihr Vorhaben im Rathaus vorgestellt.

Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler wird das Kupfer- und das Glasfaserkabel ersetzt, das für erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten sorgen kann. Die Verteiler werden zu so genannten Multifunktionsgehäusen umgebaut, die großen grauen Kästen werden zu Mini-Vermittlungsstellen. In dem Gehäuse wird das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über bestehende Kupferkabel zum Verbraucher geleitet. Die so bezeichnete Vectoring-Technik beseitigt elektromagnetische Störungen. Grundsätzlich gilt laut Telekom als Faustformel: Je näher jemand am Multifunktionsgehäuse (erkennbar am magentafarbenen Aufkleber) wohnt, desto höher ist die Geschwindigkeit.

Wie viel die Deutsche Telekom in Einbeck für das schnelle Internet investiert, konnte Regio-Manager Jens Göppert nicht sagen, deutschlandweit sind es jedes Jahr mehrere Milliarden Euro. Ein Verteilerkasten kostet etwa 35.000 Euro, ein Kilometer Glasfaser etwa 70.000 Euro. "Da sind wir dann im Bereich Einbeck in einem guten siebenstelligen Bereich", sagte Göppert.