Bulli-Parade im PS-Speicher
29.07.2017, fb – Wirtschaft, Freizeit

Er wird liebevoll „VW Bulli“ genannt und hat eine große Fangemeinde. Kaum ein Fahrzeug ist derart mit der Marke Volkswagen verbunden wie der legendäre Transporter, der mittlerweile in sechster Generation produziert wird. Pünktlich zum 50-jährigen Jubiläum des Produktionsbeginns der zweiten Generation, des VW T2, zeigt das Oldtimermuseum PS-Speicher in Einbeck eine Sonderausstellung des legendären Kleintransporters. Eine Bulli-Parade von insgesamt 15 Fahrzeugen macht die Vielfalt dieses Fahrzeugs deutlich: Da steht der Feuerwehr-Bulli neben der Handwerker-Pritsche und dem Camping-T2. Die Schau ist in Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft T2 aus Hessisch-Oldendorf entstanden. Der Verein mit 600 Mitgliedern in ganz Deutschland stellt 13 Bullis aus seiner insgesamt 35 Stücke umfassenden Sammlung zur Verfügung.

Die neue Sonderausstellung im PS-Speicher erzählt mit den gezeigten Fahrzeugen Geschichten zwischen Wirtschaftswunder und Flowerpower, schließlich ist der zwischen 1967 und 2013 fast vier Millionen Mal produzierte VW T2 in seinen unterschiedlichen Ausführungen Bergwacht-Einsatzfahrzeug, Familienkutsche, Reisemobil durch die Wüste und Hippiegefährt gewesen. Ein besonderer Hingucker ist ein Bulli- Lautsprecherwagen der Bereitschaftspolizei Hamburg, mit dem Manfred Krug schon im Tatort „Ein Wodka zuviel“ 1994 auf Verbrecherjagd ging. Auch zu sehen: einer der letzten je gebauten T2-Kombi aus Südamerika aus dem Jahr 2013. Gezeigt wird außerdem ein T2-Elektrotransporter von 1972 mit riesiger, 850 Kilo schwerer Batterie, die eine Reichweite von 60 Kilometern garantieren sollte. Zum Start in die Ausstellung können die Besucher den Urahn des Bullis bestaunen, den so genannten Plattenwagen. Das zu innerbetrieblichen Transportzwecken auf einem Käfer-Chassis aufgebaute Pritschenfahrzeug diente 1947 als Inspiration für die Bulli-Skizze.

Der Eintritt zur Ausstellung über den VW T2 ist im Paket der parallel laufenden Sonderausstellungen des PS-Speichers enthalten: 3 Euro als Einzelbesuch oder 2,50 Euro zusätzlich zum regulärem Eintrittspreis für die Dauerausstellung).