CDU-Vorsitzender Bernd Althusmann besucht KWS
21.04.2017, fb – Politik, Wirtschaft

Bernd Althusmann war beeindruckt: „Ich habe viel gelernt“, sagte der Landesvorsitzende der niedersächsischen CDU und Spitzenkandidat bei den nächsten Landtagswahlen nach seinem Besuch bei der KWS Saat SE. Beim weltweit in 70 Ländern agierenden Saatguthersteller informierte sich Althusmann in Einbeck im Rahmen seiner „Frühlingstour“ unter anderem über modernste Züchtungsmethoden, das „Genome Editing“.

Diese erlauben laut KWS schnellere und präzisere Pflanzenzüchtung. Das Unternehmen gab dem Politiker mit auf den Weg, dass die Genome-Editing-Methoden differenziert bewertet werden sollten. Methoden, die ohne Transfer von artfremden Genen auskommen, sollten regulatorisch wie traditionelle Züchtungsverfahren und nicht wie Gentechnik eingestuft werden, erklärte KWS-Forschungsleiter Dr. Jürgen Schweden. „Das ist eine sehr sensibel zu führende Diskussion, bei der Ängste und Sorgen ernst zu nehmen sowie Pro und Contra abzuwägen sind“, plädierte Bernd Althusmann.

Um auf dem globalen Markt mithalten zu können, sei für ein Unternehmen wie KWS mit seinem Hauptsitz in Niedersachsen eine Forschungsfreiheit auch und gerade bei den modernsten Züchtungsmethoden wichtig, erfuhr Althusmann. Immer schwieriger werde es, Mitarbeiter für das Forschungszentrum am Standort Einbeck zu gewinnen, weil in Deutschland zum Beispiel anders als in den USA Feldversuche nur unter hohen Auflagen möglich seien, erklärte Dr. Jürgen Schweden. KWS beschäftigt in Einbeck rund 1400 Mitarbeiter, davon etwa die Hälfte im Bereich Forschung.

Althusmann informierte sich außerdem über die Saatgutproduktion, für die KWS bis 2019 seine Zuckerrüben-Saatgutaufbereitung ausbaut und ingesamt dafür etwa 41 Millionen Euro am Standort Einbeck investiert. Die 5600 Quadratmeter große Logistikhalle an der Ecke Grimsehlstraße/Otto-Hahn-Straße steht bereits. Dabei erfuhr der CDU-Politiker von Sorgen vor dem Verbot des Insektizids Neonix, einem bewährten Beizmittel im Zuckerrübenanbau.