Den Schwung der Regionalität 2019 nutzen
03.12.2018, fb – Wirtschaft

Den Regionalität-Schwung der erfolgreichen Südniedersachsentage mit ihren mehr als 10.000 Besuchern im September in Waake will der Regionale Erzeugerverband Südniedersachsen 2019 nutzen: Im kommenden Jahr soll das Regionalregal in zwei Supermärkte in Göttingen kommen und soll es einen Regionaltag in Duderstadt auf Gut Herbigshagen wahrscheinlich am 15. September geben, kündigte der mittlerweile 125 Mitglieder zählende Verein an, der seine Geschäftsstelle in Einbeck hat. Auch eine gastronomische Genussfahrt ist im kommenden Jahr geplant. 2020 sind dann die nächsten Südniedersachsentage vorgesehen.

Bis dahin haben sich die Mitglieder des Regionalen Erzeugerverbandes Südniedersachsen vorgenommen, bis zur Mitgliederversammlung am 24. April die Satzung zu modernisieren, mit Hilfe einer Mitgliederbefragung das Profil zu schärfen, die Glaubwürdigkeitskritierien für das Qualitätssiegel "Kostbares Südniedersachsen" weiter zu entwickeln und sich untereinander noch weiter zu vernetzen. Notwendig sei auch eine Strategie, wie es nach der Ende September 2019 auslaufenden Förderung weitergehen soll, dafür ist im Februar ein Workshop terminiert. 2019 soll es außerdem einen Wettbewerb geben, bei dem der beste Regionalladen gekürt werden soll, nähere Einzelheiten werden derzeit noch geplant.

Im Rewe-Markt von René Riethmüller und im Edeka-Markt von Thomas Köhler in Göttingen sollen im Januar/ Februar die ersten Regionalregale des Erzeugerverbandes stehen. Die Layouts in gelber Gute-Laune-Farbe wurden den Mitgliedern bei einem Produzententag in Northeim jetzt vorgestellt. Ziel sei nicht, möglichst viele Regale in vielen Märkten zu etablieren, sondern lediglich in denjenigen Supermärkten, die beim Regionalität-Gedanken zum Erzeugerverband passten, sagte Vorsitzender Siegfried Kappey. An den Details, wie die in einem Katalog gelisteten einzelnen Regionalprodukte der verschiedenen Produzenten in die Regale kommen, wird derzeit in der Geschäftsstelle im Dialog mit den interessierten Mitgliedern gearbeitet. Die Regionalregale, die es auch für Kühlware und Obst/Gemüse geben soll, werden neben den einzelnen Produkten auch Möglichkeiten vorhalten zu zeigen, woher das Fleisch kommt oder wie der Ketchup produziert wird. Beispielsweise über Faltblätter oder auch über Monitore direkt am Regal können die Hersteller die Kunden informieren. In Vorbereitung ist auch eine Logistik, mit der die Ware im Regal regelmäßig aufgefüllt werden kann. Dabei könne nur ein Logistiker zum Einsatz kommen, der die einzelnen Betriebe und deren Produkte kennt, der Kontakte wie ebenso wie das Regal "pflegt".

17 weitere Glaubwürdigkeitsurkunden für das Label "Kostbares Südniedersachsen" hat der Qualitätsausschuss an folgende Unternehmen überreicht: Brothof Waake, Creydt Fruchtsaft (Dassel), Duderstädter Braumanufaktur "Heimatliebe", Gemüse Diedrich (Duderstadt), Grafenquelle (Osterode), Imkerei Günter Kleinhans (Einbeck-Stroit), Gut Herbigshagen (Duderstadt), Käsehof Landolfshausen, Ölmühle Solling (Boffzen), Ölmühle Reiffenhausen, Fleischerei Klaus Brinkmann (Kalefeld), Landwirtschaftlicher Betrieb Wiedenbrügge  (Wollershausen), Melis Blütensalz (Göttingen), Mühlenfeld Zwiebelei (Holzminden), Werderhof (Göttingen), Riedels Ketchup Manufaktur (Bevern), Saline Pfanne 1 (Einbeck-Sülbeck).