Einbeck bei Hansetagen in Rostock dabei
05.06.2018, fb – Politik, Wirtschaft

Nach vier Jahren Pause nimmt Einbeck wieder an den Hansetagen teil. Sie finden in diesem Jahr vom 21. bis 24. Juni in der Hansestadt Rostock statt. Zuletzt war Einbeck bei den Hansetagen 2014 in Lübeck vertreten. In Rostock werden Vertreter aus 115 Hansestädten erwartet. Aus Einbeck dabei sind von der Stadtverwaltung Dr. Florian Schröder und Frithjof Look als Delegierte sowie Ulrike Lauerwald, Ines Naleppa, Linda Goebel und Wilfried Kappei aus den Fachbereichen Tourismus und Wirtschaftsförderung. Mit einem Stand auf dem Hansemarkt wird sich Einbeck als Tourismus-Ziel präsentieren - und natürlich dank flüssiger Unterstützung der Einbecker Brauhaus AG das Einbecker Bier ausschänken. "Einbeck als Marke zieht über das Bier", erinnert sich Delegationsleiter Dr. Florian Schröder noch an den Hansetag in Lübeck. Vom Fass gibt's Brauherren Pils und Landbier, aber auch das Bockbier "Ainpöckisch 1378", das Einbecker Dunkel und Radler in der Flasche haben die Einbecker am Hansetag-Stand dabei. Der Bereich Tourismus wird Einbecks Stärken präsentieren, das Fachwerk ebenso wie Blaudruck oder Senf. Und natürlich den PS-Speicher als touristischen Leuchtturm.

Der mittelalterliche Städtebund der Hanse wird seit 1980 jährlich mit den Hansetagen neu belebt. Rostock ist bei den 38. Hansetagen der Neuzeit die Gastgeberin für rund 2000 Delegierte, Kulturschaffende und Markttreibende aus 16 europäischen Ländern. Mit ihren Gästen feiern die Rostocker im gesamten Stadtzentrum außerdem den 800. Geburtstag der Hansestadt. Erwartet werden rund 400.000 Besucher.

Mit nach Rostock nimmt die Einbecker Delegation ein Gemälde von Werner Leske. Es wird Teil einer gemeinsamen Kunstschau der Hanse, die den Städtebund kreativ übersetzt und später als Wanderausstellung durch die Hansestädte touren soll. Alle Hansestädte waren aufgerufen, ein Ausstellungsobjekt als Geschenk mit nach Rostock zu bringen.

Ausgewählt hat Leskes Ölgemälde Einbecks Kunst- und Kultur-Sachgebietsleiterin Dr. Elke Heege. "2007 nahm ich eine Leinwand, griff zu Stift, Pinsel und Farbe und malte ein Bild und nannte es: zueinander? miteinander? auseinander?", berichtet der Künstler und Galerist aus Einbeck. Zu sehen ist auf dem Bild auf der linken Seite das christliche Abendland mit seinen dominierenden Kirchenbauten, auf der rechten Seite mit der Architektur des Islams, ganz rechts "ein vieldeutbares Baugebilde, also die Unterkünfte für Andersgläubige", wie Werner Leske berichtet. Der Zugang, das Tor, jedoch ist verschlossen. Zu Zeiten der Hanse öffnete man sich, ließ die Schranken fallen und öffnete das Tor, gewann dadurch Vorteile. Diese Bedeutung der Hanse solle sich der amerikanische Präsident heute mal erklären lassen, meint Leske. Im Zentrum des Gemäldes ist deshalb ein Transparent zu erkennen: "Auf das Tor! Die Hanse macht es vor."