Einbecker Bierorden an Hubertus Heil verliehen
27.01.2019, fb – Politik, Unterhaltung

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) ist mit dem 25. Einbecker Bierorden der Gesellschaft der Karnevalsfreunde und der Einbecker Brauhaus AG ausgezeichnet worden. Im Historischen Rathaus wurde dem 46-jährigen Politiker aus Peine die närrische Ehrung von Karnevalspräsident Albert Eggers verliehen.

Heil hat den Einbecker Bierorden in der 71. Session der Karnevalsfreunde für seine Verbundenheit mit dem Bier und für besondere Verdienste um den Humor nicht nur in der fünften Jahreszeit erhalten. „Einen Bierorden habe ich mir bei aller Bescheidenheit schon sehr lange verdient“, sagte der neue Ordensträger launig. Immerhin habe er in frühester Jugend unerfolgreich Fußball gespielt „und phasenweise einen nachhaltigen Beitrag zur niedersächsischen Biernachfrage geleistet“.

Mit dem Einbecker Bierorden werden seit 1994 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur ausgezeichnet, die Humor besitzen sowie Freude und Spaß am Leben ausstrahlen. „Man darf nicht immer so traurig gucken“, gab Hubertus Heil seinen Sozialdemokraten mit auf den Weg. Und das gelte auch für seinen Parteifreund Ralf Stegner.

Wie in der Großen Koalition in Berlin laufe das übrigens auch mit der zur Einbecker-Gruppe gehörenden Härke-Brauerei. Produziert werde das Bier noch in Heils Heimatstadt Peine, aber in Einbeck werde abgefüllt: „Die SPD liefert und die Merkel verkauft das dann.“ Der Minister lobte das Einbecker: „Der Inhalt dieses Bieres stimmt, wenn ich gewusst hätte, dass es hier so viel zu saufen gibt, wäre ich viel früher gekommen.“ Es sei eine gute Entscheidung gewesen, ihm den Bierorden zu verleihen. Heil: „Ich hoffe, ich mache Ihnen keine Schande, ich kann Sie nur loben – und die Bundeskanzlerin lässt grüßen.“

Der neue Träger des Einbecker Bierordens sei wie ein Einbecker Winterbock – so stellte Einbecks Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek (CDU) Hubertus Heil humorig in ihrer Laudatio vor. „Süffig und stark, rund und voluminös im Abgang, sattes leuchtendes Rot, dezente Bitterkeit im Hintergrund.“ Der SPD-Minister, der auch mal Generalsekretär seiner Partei war und in diesem Amt habe zuspitzen, vereinfachen und provozieren müssen sei doch eigentlich politisch weder links noch rechts, sondern eher pragmatisch. Michalek: „Das finde ich sehr sympathisch.“

Für Hubertus Heil war es nicht der erste Karnevalsorden. Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek erwähnte eine Ehrung 2012 bei ihrem Amtskollegen Klaus Becker in Osterode, wo er den "Karnevalsorden für maximal-manipulative Verbal-Anästhesie" bekam.

Ein Video von der Ordensverleihung an Hubertus Heil hier.