Einbecker entwickelt sich besser als Biermarkt
29.03.2018, fb – Wirtschaft

Die Einbecker Brauhaus AG hat sich im Geschäftsjahr 2017 besser als der Markt entwickelt. Zwar ging der Absatz um 1,7 Prozent zurück, wie das Unternehmen am Donnerstag Abend mitteilte. Der Gesamtbierabsatz in Deutschland war jedoch um 2,5 Prozent rückläufig. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 29. Mai vorschlagen, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 332.837,45  Euro (Vorjahr: 650.025,92 Euro) wieder eine Dividende von acht Cent je dividendenberechtigter Stückaktie zu zahlen. Im Geschäftsjahr 2017 setzte die Einbecker Brauhaus AG mit 576.000 Hektoliter insgesamt erneut weniger Bier ab, jedoch nur 10.000 Hektoliter weniger als 2016. Im Vorjahr ging der Absatz noch um 19.000 Hektoliter zurück.

Der Jahresüberschuss liegt mit 301.000 Euro deutlich unter dem des Vorjahres (1,053 Millionen Euro) und auch unter dem von 2015 (444.000 Euro). Das Unternehmen führt das darauf zurück, dass im vergangenen Jahr die Neubewertung der Verpflichtungen für die Altersversorgung durch einen einmaligen Bewertungseffekt in Höhe von 600.000 Euro beeinflusst war. Das Ergebnis 2017 wurde laut Einbecker Brauhaus AG durch die Schließung des Brauereibetriebes der Martini Brauerei Kassel und die Grundstücksentwicklung an der Kölnischen Straße in Kassel belastet. Das Unternehmen musste lange auf das Baurecht auf dem Areal des Martini-Quartiers als künftigem Wohn- und Mischgebiet warten, um das Areal veräußern zu können. Für das Martini-Grundstück hatte die Brauerei bereits Ende 2015 einen notariellen Vorvertrag abgeschlossen, der endgültige Verkauf wurde erst Ende 2017 realisiert.

Den seit 2014 kontinuierlich umgesetzten Masterplan mit der Konzentration sämtlicher Abfüll- und Logistikaktivitäten am Standort Einbeck hat das Unternehmen nach eigener Darstellung erfolgreich nahezu abgeschlossen, was zu Kostenentlastungen in den Folgejahren führen werde. Alle Abfüll- und Logistikaktivitäten der Unternehmensgruppe (Einbecker, Göttinger, Martini, Kasseler, Nörten-Hardenberger, Härke) sind in Einbeck konzentriert.