Einbecker Senfmühle wird größer
07.06.2018, fb – Wirtschaft

Bauarbeiten in der Knochenhauerstraße in Einbeck: Die Einbecker Senfmühle hat das von ihr bereits vor einiger Zeit erworbene, benachbarte Gebäude abreißen lassen, um auf dem Grundstück einen Neubau zu errichten und den Standort zu erweitern. Entstehen werden bis November auf 136 Quadratmetern Grundfläche im Erdgeschoss ein Besucherzentrum mit kleiner Küche und dem alten Tresen der ehemaligen Gaststätte von Inge Schneider, im Obergeschoss weitere Büro- und Besprechungsräume sowie im Dachgeschoss eine weitere Ferienwohnung. Das Unternehmen investiert dafür rund 600.000 Euro, sagt Geschäftsführer Rainer Koch. Erschlossen wird das neue Gebäude über das Stammhaus, zur Knochenhauerstraße gibt es in der neu gebauten Nummer 24 keine Eingangstür.

Etwa 3000 Besucher kommen heute pro Jahr in die Senfmühle, besuchen dort Führungen und erfahren viel über die Herstellung der verschiedenen Würzsenfe. Es könnten deutlich mehr sein, doch der Platz ist begrenzt, ebenso sind die Möglichkeiten eingeschränkt, einen Blick in die laufende Senf-Produktion zu gewähren. Das neue Besucherzentum mit Präsentationsbildschirm und Sitzmöglichkeiten für 40 bis 50 Menschen will da Abhilfe schaffen. Über eine Webcam sollen Besucher aktuelle und unkomplizierte Blick in die laufende Lebensmittelproduktion bekommen. Die im Jahr 2010 gegründete Einbecker Senfmühle beschäftigt heute insgesamt acht Mitarbeiter, produziert jährlich rund 100.000 Gläser Senf in insgesamt zehn verschiedenen Sorten. Ziel der Erweiterung ist nach den Worten von Geschäftsführer Rainer Koch auch, künftig von der Knochenhauerstraße aus den gesamten Verkauf zu steuern und auch den Online-Handel auszubauen.

Die Firma Mattern hat in den vergangenen Tagen das alte Gebäude abgerissen. Der denkmalgeschützte Keller bleibt erhalten, ob er zugänglich gemacht werden kann oder ob er durch eine Glasplatte über dem Zugang sichtbar wird, ist noch nicht entschieden, berichten Rainer Koch und Bauunternehmer Ernst-Otto Lampe. In den nächsten Wochen wird Stadtarchäologe Markus Wehmer auf dem Areal forschen können, bis die Neubauarbeiten starten.

Hinter dem neuen Gebäude offen zur Quartier-Innenfläche ist eine Terrasse vorgesehen. Außerdem soll ein Treppenhaus angebaut werden, welches das neue Gebäude erschließt und auch den Zugang zum vorhandenen Fahrstuhl des Stammhauses ermöglicht, wodurch alle Etagen barrierefrei erreichbar sein werden.