Einbecker wird neuer Kreisbrandmeister
14.02.2019, fb – Politik

Wechsel bei der Kreisfeuerwehr: Marko de Klein wird Nachfolger von Kreisbrandmeister Bernd Kühle. Bei der Wahl im BBS-Forum in Einbeck heute Abend erreichte der 42-Jährige aus Einbeck-Greene gleich im ersten Wahlgang 86 Stimmen und damit die notwendige Mehrheit von 80 Stimmen, der Amtsinhaber kam auf 65 Stimmen der versammelten Stadt-, Gemeinde- und Ortsbrandmeister aus dem Landkreis Northeim. Der 60-Jährige war seit 2001 oberster Feuerwehrmann im Landkreis Northeim. "Ich freue mich auf den Weg mit Euch", dankte Marko de Klein nach der Bekanntgabe des Ergebnisses und appellierte an die Geschlossenheit. Offiziell wird der neue, für sechs Jahre gewählte Kreisbrandmeister vom Kreistag gewählt, dem nun Marko de Klein vorgeschlagen wird.

"Seid mutig, habt keine Angst vor Veränderungen", hatte Marko de Klein bei seiner Kandidaten-Vorstellung gesagt. "Ja, ich kann Kreisbrandmeister", machte der 42-Jährige bisherige Chef der Feuerwehrbereitschaft 1 deutlich. Mit ihm könne die Kreisfeuerwehr einen neuen Weg nicht nur für sechs Jahre einschlagen, er biete eine Perspektive.

Amtsinhaber Bernd Kühle hatte für Kontinuität geworben. Zwei Mal habe er in den vergangenen Jahren geschafft, die Eigenständigkeit der Leitstelle Northeim gegenüber Göttingen zu behaupten. Der 60-Jährige ist seit 2001 Kreisbrandmeister. Er sei nicht perfekt und sehe sich nicht als etwas Besonderes, sondern immer "als Teil dieser wunderbaren Gemeinschaft" der Feuerwehr.

Dass es hinter den Kulissen offenbar einen harten Wahlkampf zwischen beiden Kandidaten und ihren Anhängern gegeben haben muss, zeigen Aussagen der beiden Bewerber: Das, was in den vergangenen zwei Tagen passiert sei, schade dem Amt, sagte Bernd Kühle, ohne Einzelheiten zu nennen. Marko de Klein hatte von emotionalen Diskussionen in WhatsApp- und Mailgruppen gesprochen, auch er nannte keine Details. Er bevorzuge lieber das direkte Gespräch, sagte der neu gewählte Kreisbrandmeister.