"Friederike" fällt 100 Bäume auf Friedhof
23.01.2018, fb – Wirtschaft, Sonstiges

Der Orkan "Friederike" hat auch auf dem Einbecker Zentralfriedhof sichtbar zugeschlagen. Erst in den vergangenen Tagen bei den ersten Aufräumarbeiten wurden die Ausmaße deutlich: Rund 100 Bäume sind durch den Sturm umgestürzt, teilweise mit Wurzeln, liegen auf Wegen und versperren diese, sind auf Grabstellen und Grabsteine gefallen. "Das sind die schlimmsten Schäden in den vergangenen 20 Jahren auf dem Friedhof", sagt Friedhofsmitarbeiter Torsten Küster. Mit 15 Mitarbeitern ist der Kommunale Bauhof zurzeit intensiv dabei, alle Schäden zu beseitigen. Da dies aber länger als ursprünglich gedacht dauern wird, bleibt der Zentralfriedhof aus Sicherheitsgründen noch bis einschließlich 29. Januar gesperrt. "Es ist einfach momentan noch zu gefährlich", sagt Bauhofleiter Dirk Löwe und bittet um Verständnis und darum, die Absperrung zu beachten. Viele Wege sind noch durch Bäume versperrt, einige Bäume drohen außerdem noch umzufallen, sind angeknackst.

Die Folgen von "Friederike" zu beseitigen, ist größtenteils Handarbeit für die Mitarbeiter mit ihren Kettensägen. Schwere Maschinen wie ein Harvester können auf dem kleinteiligen, insgesamt 15 Hektar großen Friedhof nicht eingesetzt werden, sagt Bauhofleiter Dirk Löwe. "Es sind auch ohnehin zurzeit keine zu bekommen." Schließlich müssen überall die Folgen des Orkans von vergangenem Donnerstag beseitigt werden.

Vorrangig räumen die Mitarbeiter der Stadt zurzeit die Hauptwege, damit am Freitag und Sonnabend die geplanten nächsten Beisetzungen stattfinden können. Die Kapelle wurde durch den Sturm nicht beschädigt. Für eine Beerdigung am vergangenen Freitag musste der Weg zum Grab notdürftig abgesperrt werden. Keine geplante Beisetzung musste bislang aber verschoben werden.

Betroffen ist das gesamte, vor mehr als 100 Jahren entstandene Friedhofsareal mit seinem alten Baumbestand, einzelne Bäume hat es ebenso erwischt wie gleich sechs Bäume nebeneinander. Eichen oder Kiefern hat es genauso umgeworfen, vor allem aber die flachwurzelnden Fichten, die in den durch die Niederschläge der vergangenen Wochen aufgeweichten Böden keinen Halt mehr hatten.

Sobald die Friedhofsverwaltung eine Übersicht gewonnen hat, welche Grabstellen und -steine und -platten beschädigt worden sind, wird eine Liste vorhanden sein und können sich Angehörige erkundigen. Noch aber ist nicht bei allen umgefallenen Bäumen klar, ob es dort Schäden an den Gräbern gab. Nachfragen bei der Friedhofsverwaltung sind deshalb aktuell zu früh.