Gildentag: 55 Handwerker geehrt
30.01.2018, fb – Wirtschaft

32 Meister mit jahrzehntelanger Erfahrung und 23 langjährige Mitarbeiter wurden beim diesjährigen Gildentag der Kreishandwerkerschaft Northeim-Einbeck in Einbeck geehrt. „Hinter jedem Jubilar steckt ein Lebenswerk“, sagte Handwerkskammer-Präsident Delfino Roman. Die Treue mache deutlich, dass im Handwerk die Mitarbeiter nicht einfach austauschbar seien, sagte Roman. Vor rund 300 Gästen im Forum der BBS Einbeck erhielten außerdem sechs junge Handwerker Auszeichnungen für besondere Leistungen. Kreishandwerksmeister Hermann-Josef Hupe (Lindau) kündigte seinen Abschied an.

Seit 2005 sei er ehrenamtlich oberster Lobbyist des Handwerks im Landkreis Northeim, sagte Hermann-Josef Hupe beim Gildentag. Ihm sei es immer wichtig gewesen, die Gemeinschaft und den Austausch in der Handwerkerschaft zu fördern. Nach 13 Jahren werde es nun Zeit, jüngeren Platz zu machen. Für die Wahlen im November gebe es bislang einen Kandidaten, sagte Hupe, ohne einen Namen zu nennen.

Landessuperintendent Eckhard Gorka sprach in seiner Festrede den Handwerkern Mut zu. „Die Digitalisierung ist kein Ersatz für Handarbeit und Qualität“, sagte der oberste Pastor im evangelisch-lutherischen Sprengel Hildesheim-Göttingen der Landeskirche Hannovers. „Die Digitalisierung greift zwar die Kosten an, nicht aber das Können“, sagte Gorka. Die Kirche wisse darum und was sie am Handwerk habe, schließlich würde keine Kirchenorgel ohne das Handwerk spielen. Seit Luther und der Reformation sei klar, dass jede Arbeit die gleiche Würde und den gleichen Sinn habe, es zwischen Berufung und Beruf keinen Unterschied mehr gebe. Gorka: „Jede Arbeit bekommt vor Gott einen Sinn.“ Der Landessuperintendent erinnerte im aktuellen Feiertagsstreit daran, dass die Reformation vor 500 Jahren viele Feiertage abgeschafft habe, die der Heiligen. Trotzdem sei der Reformationstag heute als ein „Tag des Nachdenkens“ zum Feiertag geeignet, sagte Gorka.

Eine Namensliste aller Geehrten hier.