Heldenburg hat eine neue Treppe
07.07.2017, fb – Politik, Wirtschaft, Freizeit

Das Land Niedersachsen hat 200.000 Euro in die Sanierung des Treppenaufgangs zur Heldenburg in Salzderhelden investiert. Das teilte das Landesamt für Denkmalpflege am Freitag mit. An der Burgruine nagt der Zahn der Zeit. Im April 2015 hatte das Landesamt angekündigt, 175.000 Euro in die Burgruine investieren zu wollen, vor allem um Salzausblühungen an der Außenmauer neu zu verfugen, hatte außerdem mit dem Förderverein Heldenburg einen Nutzungsvertrag abgeschlossen. Das Landesamt für Denkmalpflege (NLD), das für die Verwaltung der Burganlage zuständig ist, müsse nicht nur die Mauern mit ihren Salzausblühungen und dem Bewuchs im Auge behalten, heißt es in einer Pressemitteilung. „Wir hatten sehr bald schon die Treppe als Gefahrenquelle erkannt“, sagt Kim Kappes, zuständiger Gebietsreferent der Baudenkmalpflege für den Bereich Einbeck. „Die Sanierung aus den 1980-er Jahren hat uns hier nicht gerade einfache Aufgaben gestellt.“

„Gerade weil die Treppenanlage kein Teil der ursprünglichen Burg war, muss sie sich dennoch einpassen und zugleich die Anforderungen für heutige Nutzer erfüllen“, ergänzt Markus Blaich, der als Mittelalter-Archäologe beim NLD seinen Kollegen unterstützt. Deshalb beauftragte das NLD mit den Mitteln aus dem „Landesprogramm zum Erhalt des kulturellen Erbes im ländlichen Raum“ das Staatliche Baumanagement Südniedersachsen zur Sanierung des Treppenaufgangs.

„Eine erstklassige Arbeit, die unter schwierigen Bedingungen entstanden ist“, zeigte sich Kappes bei der Bauabnahme begeistert. „Die Bauarbeiten standen nämlich zunächst unter keinem guten Stern.“ Im Zuge der Bauarbeiten war die Stützmauer zur Auffahrt eingestürzt. Dadurch verzögerte sich alles.

Für NLD und Staatliches Baumanagement Südniedersachsen bleibt die Heldenburg eine Aufgabe für die Zukunft. Mit der Stadt Einbeck wird die Stützmauer saniert . Auch um die Arbeit des Fördervereins der Heldenburg zu unterstützen, bemüht sich das NLD derzeit um eine moderne Beschilderung. „Es ist Aufgabe des Landes, seine Denkmale zugänglich zu machen,“ erklärt Kappes, „nicht nur durch Treppen, sondern auch im Verständnis für das kulturelle Erbe.“

Der Legende nach soll das Pferd im Wappen der Herren der Heldenburg der Vorläufer des heutigen Niedersachsenrosses sein. Auch wenn dies historisch nicht als gesichert gelten kann, so ist doch die Heldenburg ein wichtiges Zeugnis der mittelalterlichen Herrschaft in Südniedersachsen. Auch heute ist die Burgruine beliebtes Ausflugsziel und  wird von Besuchern nicht nur wegen des herrlichen Ausblicks in die Landschaft genutzt, heißt es in der Pressemitteilung des NLD.