Im Rathaus: "Was uns umgibt"
04.01.2018, fb – Unterhaltung, Freizeit

Landschaften, Blumen, Tiere und Menschen, die sich begegnen: In der Reihe „Arthouse im Rathaus“ sind in den nächsten Wochen im Obergeschoss des Neuen Rathauses in Einbeck 34 Gemälde des Göttinger Künstlers Holger Walleck unter dem Titel „Was uns umgibt“ zu sehen. Der 65-Jährige möchte bei den Betrachtern seiner Bilder etwas anregen, wie er bei der Ausstellungseröffnung sagte. Bewusst sind deshalb auch nicht Motivgruppen zusammen aufgehängt, sondern gemischt gehängt. Blume neben Esel beispielsweise, Assoziationen erwünscht. "Ich möchte zu neuem Sehen anleiten", sagt Holger Walleck. Inhalte der Bilder sind Beobachtungen und Erinnerungen, eher expressiv gemalt. "Dementsprechend sind meine Bilder nicht immer eindeutig, für einen Außenstehenden möglicherweise rätselhaft", sagt der Künstler. "Die große Herausforderung ist, vor einer weißen Bildfläche zu stehen und dann etwas Schönes zu schaffen." Wenn er beginne zu malen, wisse er noch nicht, wie am Ende das Bild aussehen werde. "Erst beim Malen entsteht die Idee."  Nicht jeder Strich und jede Fläche habe eine konkrete, inhaltliche Bedeutung. Er male Motive mit hohem Abstraktionswert, sagte Walleck. Die Bilder bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Wirklichkeit und Abstraktion zwischen den Polen Ruhe und Dynamik, Spannung und Ausgewogenheit. Die vierte Ausstellung "Arthouse im Rathaus" ist für die Öffentlichkeit während der regulären Öffnungszeiten des Neuen Rathauses zu sehen.

Der gebürtige Hamburger Holger Walleck absolvierte nach einer Ausbildung zum Graphischen Zeichner ein Kunststudium mit Schwerpunkt Malerei bei Hermann Albert, Roland Dörfler, Lienhard von Monkiewitsch und Klaus Stümpel an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. Seit 1981 unterrichtet und arbeitet er als freischaffender Künstler und hat bundesweit und international an zahlreichen Orten seine Werke ausgestellt.

Hintergrund:
Der aus einer Kooperation entstandene Gedanke einer Ausstellung im Neuen Rathaus war Startschuss für eine Ausstellungsreihe, die unter der Bezeichnung „arthouse im Rathaus“ die langen Flure des Gebäudes nutzt und damit einerseits Künstlern die Gelegenheit zur Ausstellung ihrer Werke gibt und andererseits die Möglichkeit eröffnet, das Rathaus zu einem Ort der Begegnung zu machen, der über eine reine Verwaltungstätigkeit hinausgeht, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Neuen Rathaus. "Wir wollen die langen Flure zu mehr nutzen, als nur Akten von A nach B zu tragen", sagt Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek.

(Aktualisiert: 04.01.2018)