Kolumne: Bauabschnitte bilden
08.06.2018, fb – Kolumne

Die Liste wird immer länger. Die Liste der Projekte in Einbeck, die zwar mit viel Zeit und Geld geplant werden. Die aber dann doch nicht umgesetzt werden, sobald die Kosten konkreter werden. In den meisten Fällen kommt der Rückzieher, weil das Geld für Umgestaltung, Ausbau und Sanierung nicht im Haushalt vorhanden ist. Neustädter Kirchplatz, Altes Rathaus, Marktstraße, ZOB und Tiedexer Straße bilden eine Reihe, die für honorige und wichtige Vorhaben in den besten Lagen in Einbeck sprechen könnten. Derzeit bilden sie leider eine Reihe, die für diejenigen Projekte steht, die nicht realisiert werden, die man zumindest vorerst verschoben hat.

Nun kann niemand das Geld herbei zaubern, das in Zeiten einer brummenden Baukonjunktur auch gerne in höheren Summen notwendig ist, um die Projekte umzusetzen. Was aber ist so ungewöhnlich und neu daran, Bauvorhaben in Bauabschnitten umzusetzen? Dass ein solches Vorgehen nicht gänzlich unbekannt sein dürfte in Einbeck, zeigt die Hullerser Landstraße, deren Ausbau gerade in diesen Tagen im dritten und damit vorletzten Bauabschnitt angelaufen ist. Zugegeben auch in Abschnitten, weil man diese wichtige Straße nicht in kompletter Länge mehrere Monate sperren kann. Aber ebenso, weil die Eigenanteil-Gesamtkosten der Stadt für dieses geförderte Projekt mit einem Mal im Haushalt nicht vorhanden waren. Dem Beispiel könnte man doch bei den anderen Vorhaben folgen. Und so würde es doch auch ein privater Hausbesitzer machen, der sein Haus renovieren möchte oder muss, für den ganz großen Wurf mit einem Male das Geld aber nicht auf dem Konto hat. Er würde nach und nach vorgehen, erst das Dach, dann die Außenfassade etc. Dem Beispiel kann doch auch eine Kommune folgen. Oder? Wenn ja, dann bitte anfangen. Wenn nein, bin ich auf eine Begründung gespannt und lerne gerne dazu.