Kolumne: Einkaufen
02.03.2018, fb – Kolumne

Wie oft kaufen Sie ein? Einmal pro Woche? Jeden Tag? Herzlichen Glückwunsch, dann sind Sie kein Durchschnitt. Denn wie die Konsumforscher von GfK jetzt herausgefunden haben, steht jeder von uns statistisch 261 Mal pro Jahr im Geschäft und kauft Dinge des täglichen Bedarfs ein. Gut vier Mal pro Woche also. Wenn man mal den Sonntag beiseite lässt, an dem die Geschäfte geschlossen sind, ist das finde ich dennoch ziemlich oft. Und doch haben die Forscher ermittelt, dass wir weniger häufig im Laden stehen als noch vor drei Jahren. Klar, viele haben weniger als wenig Zeit, kaufen dann gleich mehr Artikel mit einem Mal. Laut Statistik legen wir im Schnitt neuneinhalb Artikel in den Einkaufswagen, etwa drei Prozent mehr als im Vorjahr. Dass die Summe auf dem Kassenbon heute höher ist als noch vor Jahresfrist, ist da kaum überraschend.

Dass ich ja ein Fan von Statistiken bin, vor allem von den selbst so hingedrehten, dass es passt, habe ich hier schon mehrmals erörtert. Und so hat die Forschung auch einen Fehler. Denn die Statistiker setzen voraus, dass ich möglichst immer „One-Stop-Shopping“ betreibe, wie das die Experten nennen, also in einem Laden alles möglichst mit einem Mal kaufe. In einem Supermarkt oder Discounter. Keine Rede ist da vom Drogeriemarkt, vom Wochenmarkt-Einkauf. Vom regionalen Einkauf im Hofladen, beim Bäcker und Fleischer oder beim lokalen Lebensmittelproduzenten ganz zu schweigen. Das schmeckt mir nicht. Statistik eben.