Kolumne: Freibier für Bahnfahrer
17.08.2018, fb – Kolumne

Wer für den Erhalt des Regenwaldes Bier trinken kann, dem sollte auch weniger Luftverschmutzung in unseren Innenstädten das eine oder andere Glas Gerstensaft wert sein. Das dachten sich jetzt die Tschechen, die ja bekanntlich das Pilsener erfunden haben. Die Erfinder des Bockbieres sollten dem nicht nachstehen, möge auch der Feinstaub in Einbeck-City noch durchschaubar sein. Mit Freibier gegen zu viele Autos antrinken – das haben die Prager vorgemacht. Eine Brauerei dort setzte dafür eine spezielle Maische an und kredenzte denjenigen Arbeitnehmern, die bei der Fahrt zur Arbeit ihr Auto zuhause stehen lassen, ein Freibier namens „Prager Fußgänger“. Warum also nicht den „Einbecker Bahnfahrer“ brauen? Wer statt mit dem Auto mit dem bald bis Einbeck-Mitte regelmäßig fahrenden Zug fährt, bekommt sein Feierabend-Bier als Freibier. Selbstverständlich wird das Bier nicht direkt im Zug ausgeschänkt, Alkoholverbot und so. Aber gegen Vorlage einer Dauerbahnkarte eine bestimmte Bierkästenzahl auszugeben, wäre doch mal eine süffige Idee - die die Pendlerzahl ankurbeln dürfte. Wer mag, kann ja Alkoholfreies nehmen.