Kolumne: Geschichte mit dem Spaten wird weitergeschrieben
24.02.2017, fb – Kolumne

Diese Personalie ist eine gute Nachricht: Markus Wehmer ist neuer Stadtarchäologe in Einbeck. Das Erbe der Einbecker Stadtarchäologie, das Ergebnisse und Erfahrungen aus mehr als 25 Jahren historischer Arbeit mit dem Spaten in der Erde umfasst, ist doch nicht verschleudert worden. Zwischenzeitlich hatte es mal so ausgesehen, als ob niemand mehr ein großes Interesse daran haben mochte, wie es mit der archäologischen Denkmalpflege würde weitergehen können, nachdem Dr. Stefan Teuber seinen Abschied angekündigt hatte. Doch dann kam die Einsicht: In Einbeck bleibt die Stadtarchäologie eine Konstante. Viel Geld kostet das übrigens alles nicht: Archäologen sind wahrlich keine Großverdiener, die Stelle im Rathaus zudem ein Halbtagsjob – zumindest auf dem Papier.

Bei aller Zurückhaltung, ist doch „der Neue“ noch keine drei Monate im Amt und arbeitet sich erst ein: Die ersten Zeichen stimmen optimistisch. Markus Wehmer hat bereits viel Erfahrung und ist gleichzeitig unverändert neugierig, in neuer Umgebung dem Archiv des Bodens neue Erkenntnisse abzugewinnen. Ein Draht zum nun im nahen Northeim arbeitenden Vorgänger ist vorhanden, als Amtsnachfolger hat sich Wehmer diese Woche außerdem auch gleich in den Vorstand des Einbecker Geschichtsvereins wählen lassen und möchte sich dort einbringen. Er will seine Arbeit der Öffentlichkeit erklären. Das ist gut und wichtig, um der für den Laien immer ein wenig unerklärlich wirkende Tätigkeit von Archäologen zur Akzeptanz in der Bevölkerung zu verhelfen. In Einbeck sind noch längst nicht alle Geheimnisse des Bodens gelüftet.