Kolumne: Gewohnheit
05.10.2018, fb – Kolumne

Das rollende Rad der Bahn gibt den Takt vor. Baustellen auf einer Bahnstrecke sind immer heikel, auf einer viel befahrenen umso mehr. Schließlich bringt das rollende Rad der Bahn täglich Tausende von A nach B. Nun wird es so sein, dass im zweiten Halbjahr 2019 die ICE-Schnellfahrstrecke saniert und der Verkehr auf die alte, die Leinetal-Strecke umgeleitet wird. Dadurch wird es dort eng. So eng, dass nicht mehr alle Nahverkehrsverbindungen während dieser halbjährigen Bauphase gehalten werden können. Die Bahn hat es in diesen Tagen bislang nur vage angedeutet, die Einbecker Bürgermeisterin hat entsprechende Pläne auf Bürgerfrage bereits öffentlich bestätigt: dass der durchgehende Göttingen-Zug ab Einbeck-Mitte dann eine Pause einlegen wird.

Natürlich kann die Bahn bei ihrer Baustellen-Planung nicht auf jeden und alles Rücksicht nehmen. Ärgerlich ist es trotzdem, dass bereits ein halbes Jahr nach dem Start einer bequemen durchgehenden Schienenverbindung nach Göttingen ab Einbeck-Mitte schon wieder mehrere Monate Pause sein soll und doch wieder in Salzderhelden umgestiegen werden muss. Gerade haben sich die ersten Pendler zaghaft daran gewöhnt, müssen sie sich wieder umgewöhnen. Ein Argument für die Akzeptanz der neuen Bahnverbindung zwischen Salzderhelden und Einbeck-Mitte ist das nicht gerade.