Kolumne: Hals- und Beinbruch
06.01.2017, fb – Kolumne

Mit Tipps und Ratschlägen ist das ja immer so eine Sache. Sie sind oftmals nützlich, manchmal schlagen wir sie aber auch in den Wind. Wenn wir denken, dass der Tippgeber keine Ahnung hat. In diesem Fall sollte aber ja die Expertenschaft verbürgt sein: Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie rät bei glatten Fußwegen im Winter, sich so fortzubewegen wie ein Pinguin. Bitte? Die Experten für Knochenbrüche meinen damit, sich langsam und mit kleinen Schritten fortzubewegen. Beim Pinguin-Gang werde der Körperschwerpunkt über dem vorderen, also dem auftretenden Bein ausgerichtet – der Fuß setzt jeweils mit ganzer Sohle auf und zeigt leicht nach außen. Das belastete Bein steht damit im rechten Winkel zum Boden. Die leicht nach vorn geneigte Körperhaltung sorge für mehr Stabilität, raten die Unfallchirurgen und Orthopäden.

Und die Doktores, die bei Glatteis alle Hände voll zu tun haben, geben einen weiteren, unschlagbaren Tipp, um Stürze zu vermeiden: Halt suchen und sich beispielsweise bei einer anderen Person unterhaken. Das ist leichter gesagt als getan. Schließlich gibt es in unseren Breitengraden nicht ganz so viele Pinguine. Aber gemeinsam fällt sich’s ja auch besser. Wenn man oben liegt.