Kolumne: Osterklöben-Ende
15.03.2019, fb – Kolumne

Natürlich wird nicht die Welt untergehen ohne den Osterklöben in Einbeck. Und auch Ostern ist ohne das lecker-lockere Hefegebäck selbstverständlich möglich, wenn auch nicht so schön. Die gestern offiziell gemachte Entscheidung, dem 13. Mal keinen weiteren Osterklöben-Verkauf in der Marktstraße am Ostersonnabend folgen zu lassen, dürfte einige treue Klöben-Kunden dennoch traurig zurück lassen. Und eine gemeinnützige Gruppierung, die durch den Verkauf ein paar Euro vom Erlös bekommen hat. Die Begründung von Veranstalter Einbeck Marketing für das Aus kann nicht überzeugen. Mich jedenfalls nicht.

Selbstverständlich war der Osterklöben seit seinem Start vor allem ein Marketingprodukt, um Sonnabend des Osterfestes in der City für mehr Besucherfrequenz und letztlich für mehr Kunden zu sorgen. Dass dies nun angeblich nicht mehr so ist, hat sich der Veranstalter in großen Teilen selbst zuzuschreiben. Wer ohne Not in einem Jahr den Verkaufsstart vorzieht, in einem anderen Jahr ihn dann wieder nach hinten verschiebt, muss sich nicht wundern, wenn Kunden ausbleiben, weil sie verunsichert sind. Letztlich hat die Idee im vergangenen Jahr deutlich gemacht, dass man dem Gedanken, mit dem Klöben Kunden in die Innenstadt zu ziehen, selbst nicht so ganz vertraut: Denn erstmals konnte man sich den Osterklöben damals schicken lassen. Selbst wenn kaum Gebrauch von dem Angebot gemacht worden ist: es hat dem Image nicht geholfen. Vor einem Jahr habe ich hier an dieser Stelle vor dem Experiment gewarnt. Es ist schief gegangen.

Was bleibt ist die Erinnerung an den längsten Hefezopf Niedersachsens, eine 222 Meter lange leckere  Reihe von Butter-Hefe-Gebäckstücken mit Rosinen und Hagelzucker in der Marktstraße. Wer einen Appetithappen benötigt, welcher garantiert bleibt: www.osterkloeben.de