Kolumne: Schreck im Radio
02.02.2018, fb – Kolumne

Neulich rollte ich im Auto durch die Provinz. Und hörte Radio dabei. Früher war das ja schwieriger, immer einen gut empfangbaren Sender reinzudrehen. Ohne Störungen. Die modernen Radioanlagen helfen dabei ungemein, und sie regeln sogar intelligent nach, sobald man beim Auto fahren eine andere Frequenz des Radioprogramms erreicht hat.

Da rausche ich also über die Straßen und habe mir einen Radiosender ausgesucht, der mich eine ganze Zeit über begleitet. Der keine nervigen Gewinnspiele veranstaltet, alle zehn Minuten irgendwelche Werbejingles sendet oder permanent mit aufgedrehten Moderatoren für den besten Mix der 50-er, 60-er und der besten Musik von heute Morgen wirbt.

Ganz ohne freilich kommt kein Sender aus, und so höre ich mit einem Mal, kurz bevor die Verbrauchernachrichten beginnen: „Der beste Service für die Mark.“ Was? Denke ich kurz. Haben die hier in der Provinz etwa den Euro noch nicht mitbekommen? Oder aber sind alte D-Mark-Nostalgiker am Werk? Die Lösung war einfach, meine Verwirrung schnell beseitigt. Denn ich fuhr durch die Mark. Die Mark Brandenburg!