Kolumne: Smiley
18.08.2017, fb – Kolumne

Wir müssen reden! (zwinkerndes Emoji) Es ist sehr wichtig (drei Herzchen)! Was ist denn nun los, werden Sie sich vielleicht fragen. Was will der Mann? Ganz einfach: Ich habe Gesprächsbedarf über ein so elementares Thema wie „Gehören Emojis vor das Satzzeichen oder dahinter?“ In Digitalistan wird diese Frage zurzeit energisch debattiert, habe ich mir telegrafieren lassen. Selbst die Bundeskanzlerin wird von sonst nur Selbstdarstellung machenden Youtube-Entrepreneuren nach ihrem Lieblingsemoji gefragt.

Bei jeder WhatsApp-Nachricht, bei jeder SMS oder Mail ist doch die entscheidende Frage: Wo setze ich das zwinkernde, das lächelnde, das weinende oder das wütende Gesicht, neudeutsch Emoji genannt. Vor oder hinter das Satzzeichen? Manche behaupten sogar, ein Emoji könnte das Ausrufezeichen, das Fragezeichen oder den Satzpunkt ersetzen. Unerhört! (wütendes Emoji). Dabei ist es imgrunde ganz einfach: Emojis gehören nirgendwo hin – und in geschäftliche Nachrichten schonmal gar nicht. Denn wenn sie notwendig sind, um die Bedeutung eines Textes deutlich zu machen, dann hat man eben nicht gut genug formuliert.