Kolumne: Transparenz tut weh
09.03.2018, fb – Kolumne

Transparenz ist notwendig. Nichts darf im dunklen Hinterzimmer besprochen und entschieden werden. Die Arbeit muss transparent und damit für jeden nachvollziehbar sein. Das tut manchmal weh. Der Konzern mit dem angebissenen Apfel hat es offenbar ein wenig übertrieben mit der Transparenz. Denn die Apple-Zentrale ist ein spektakulärer Glaspalast, Wände und Türen sind so transparent, dass schon einige Mitarbeiter böse Beulen von so viel Transparenz davon getragen haben. Weil sie einfach gegen eine nicht deutlich erkennbare Glastür gelaufen sind, bezeichnenderweise war es bei einigen die Tür zur Cafeteria.

Erste provisorische Aufkleber mussten schnell wieder abgenommen werden, weil die gelben Sticker das Design störten. Die Architekten jedoch lenkten nach mehreren Beulen von Mitarbeitern letztlich ein und stimmten Aufklebern zu. Zu viele liefen gegen die Tür aus Glas, viele angeblich, weil ihr Blick stets auf ihr Handy fixiert war. Dass nicht die bekannten Vogel-Aufkleber auf den Glastüren kleben, sondern Äpfel, ist allerdings nur ein Gerücht.

Gefahr für uns alle besteht gottlob nicht. Die Mitarbeiter der Firma haben ihre Beulen exklusiv. Denn fremde Gäste lässt der Konzern erst gar nicht hinein. Sehr fürsorglich. So bleiben wir wenigstens gesund.