Kolumne: Unser aller Schloss
30.11.2018, fb – Kolumne

Kommen Sie mit Ihrer Immobilie auch an Ihre finanzielle Grenzen? Drückt Sie der alte Kasten, wenn Sie an teure und aufwändige Reparaturen denken, die notwendig werden? Wenn Sie ein Schloss haben, vielleicht sogar eines der schönstgelegenen in Niedersachsen, dann muss Sie das nicht länger belasten. Machen Sie es einfach wie der Prinz. Erbprinz Ernst August will auch nur 1 Euro für Schloss Marienburg. Dann gehört es der Klosterkammer. Irgendwie gewissermaßen uns allen quasi. Der berühmten öffentlichen Hand. Die darf es dann sanieren, auf unser aller Kosten. Okay, fairerweise muss man sagen, dass der wertvolle Krempel im Schloss im Kaufpreis sozusagen mit drin ist. Noble Geste also? Oder geschickter Schachzug? Ich jedenfalls würde versuchen, der Klosterkammer ein paar Immobilien schmackhaft zu machen, wenn diese mir gehören würden. Die längste zusammenhängende Fachwerkhäuserzeile Deutschlands beispielsweise. Wie die Marienburg in ihrer Gesamtheit gewiss auch Kulturgut, das erhaltenswert ist. Die Häuserzeile steht an der Tiedexer Straße in Einbeck. Dann müsste die Klosterkammer die Straßenausbeiträge bezahlen. Und niemand wäre wahrscheinlich für die Abschaffung der Satzung. Aber das ist jetzt natürlich ein ganz anderes Thema.