Kolumne: Zehner zum Mitmachen
09.02.2018, fb – Kolumne

Die D-Mark ist längst Geschichte, auch wenn sie noch in vielen Haushalten schlummern dürfte. Der Euro hat den Geldbeutel erobert, selbst wenn immer mehr bargeldlos bezahlt wird. Einbeck führt nun eine eigene Währung ein: den „Einbecker Zehner“. Eine Schnappsidee? Alle anderen sind gescheitert mit Regionalwährungen, die wie eine Art Gutschein die Kaufkraft in der Stadt halten sollen? Wer in einigen Medien den Bericht einer Nachrichtenagentur mit Zitaten der Bundesbank dazu gelesen hat, könnte auf diesen Gedanken kommen.

Doch für Abgesänge ist es viel zu früh, erst einige Tage vor Ostern soll der „Einbecker Zehner“ überhaupt starten, sollen rechtzeitig zum Ostereinkauf die ersten markant-roten, fälschungssicheren Scheine des Regionalgeldes ausgegeben werden. Mit dem „Zehner“, der inspiriert durch das erfolgreiche Vorbild in Einbecks österreichische Partnerstadt Wieselburg ist, kann dann wie bei einem Gutschein eingekauft werden, allerdings nicht nur in dem Geschäft, das den Gutschein ausgegeben hat, sondern in allen teilnehmenden. Der „Einbecker Zehner“ lebt also vom Mitmachen, als Geschäft wie als Kunde. Nicht vom Miesmachen. Möglichst viele müssen dabei sein, damit er attraktiv ist. Damit es so gut funktioniert wie in Wieselburg. Und die Bundesbank am Ende doch ein erfolgreiches Beispiel in Deutschland nennen kann.