Kriminalstatistik: Weniger Straftaten registriert
28.02.2018, fb – Wirtschaft, Sonstiges

Weniger Diebstähle und Wohnungseinbrüche als im Jahr zuvor hat die Polizei im Landkreis Northeim 2017 registriert. Das sagte Polizeidirektor Hans Walter Rusteberg heute bei der Vorstellung der Kriminalstatistik. Insgesamt ist die Zahl der angezeigten Taten in der Polizeiinspektion Northeim/Osterode auf 10.553 gesunken (-1412). Die Aufklärungsquote liegt mit 67,29 Prozent wie in den Vorjahren über dem Landesdurchschnitt (62,30 Prozent). Im Polizeikommissariat Einbeck wurden im vergangenen Jahr mit 1522 Straftaten ebenfalls weniger Delikte als 2016 registriert (1855). 

2952 Diebstähle haben die Polizeibeamten in der Statistik 2017 vermerkt, das sind 770 Delikte weniger als im Vorjahr. Bei den Einbruchsdiebstählen erreichte die Polizeiinspektion mit 192 Wohnungseinbrüchen 115 Delikte weniger als noch im Jahr zuvor. Nach einem Spitzenwert 2016 mit 307 Taten hätten Präventionsarbeit, eine aufmerksamere Bevölkerung, bessere Sicherungstechnik und weniger reisende Tätergruppen zu diesem Rückgang beigetragen, sind sich die Polizeiexperten einig. Die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen konnte im vergangenen Jahr um rund knapp Prozent gesteigert werden. Leicht angestiegen sind im vergangenen Jahr die Sexualstraftaten (auf 169 Delikte), 20 mehr als im Vorjahr; allein 36 Fälle (zwölf mehr) von Verbreitung, Erwerbu und Besitz und Herstellung von Kinderpornografie wurden der Polizei 2017 angezeigt.

Mit 1664 Straftaten ist die Zahl der Betrugsdelikte im vergangenen Jahr zwar ebenfalls rückläufig. Immer noch benutzten aber Täter die Enkeltrick-Masche oder geben sich als Handwerker oder falsche Polizeibeamte aus. Polizeidirektor Hans Walter Rusteberg warnte eindringlich vor diesen Betrügern. Die Polizei verlange niemals Geld, hole auch keines von zuhause ab, ebenso wenig wie Schmuck. Echte Polizeibeamte könnten sich zudem immer ausweisen. Wer am Telefon von mutmaßlichen Polizisten bedrängt werde, sollte immer zurückrufen, und zwar nicht die Nummer, die auf dem Display des Telefons zu sehen ist, sondern selbst die Nummer des zuständigen Polizeikommissariats wählen, die im Telefonbuch steht.

Gravierend blieb auch 2017 die Gewalt gegen Polizeibeamte, hier wurden mit 60 Fällen erneut sieben Delikte mehr registriert als im Vorjahr. Auch fünf Fälle von Gewalt gegen Rettungskräfte wurden der Polizei bekannt, davon drei Körperverletzungen an Sanitätern.

Durch die Änderung des Waffengesetzes kommt es bis Mitte 2018 zu einer Amnestie bei der Abgabe illegal besessener, erlaubsnispflichtiger Waffen und Munition. 47 scharfe Waffen, Schreckschusswaffen und Luftgewehre sowie 29 Mal Munition unterschiedlichsten Kalibers hat die Polizeiinspektion bereits entgegen genommen. Wer zuhause noch Waffen hat, beispielsweise aus Erbschaften, für die er keine Berechtigung besitzt, kann diese bei der Polizei abgeben, ohne belangt zu werden.