KWS startet Anfang 2018 in Berlin
27.10.2017, fb – Wirtschaft

Die KWS Saat SE wird Anfang des nächsten Jahres einen Unternehmensstandort in Berlin eröffnen. Das sagte Finanz- und Personalvorstand Eva Kienle heute beim Bilanzpressegespräch. Er ist Teil der neuen Organisation der KWS-Gruppe. Wo genau in Berlin die KWS-Mitarbeiter arbeiten werden, sei noch nicht entschieden, einige Objekte habe man sich angeschaut. Zunächst wird KWS auf gemietete Bürofläche ausweichen, um möglichst schnell starten zu können. Ziel ist, sich an einem Neubauprojekt zu beteiligen. Dieses soll nach den Worten Kienles möglichst zentrumsnah und gut erreichbar sein. In Berlin sollen die Bereiche Finanzen und Personal gebündelt und ein so genanntes Globales Transaktionszentrum etabliert werden.

Dem Standort Einbeck soll das Ganze nicht schaden, betonte KWS-Vorstandssprecher Hagen Duenbostel. Im Gegenteil: Das Saatzuchtunternehmen, das in dieser Woche seine aktuellen Bilanzzahlen vorgelegt hat, will am Hauptsitz weiter wachsen und weitere Mitarbeiter einstellen, zurzeit sind es rund 1400 in Einbeck. Hier soll auch nach wie vor die Hauptversammlung stattfinden, sagte Duenbostel. Das jährliche Treffen von rund 600 Aktionären lebe davon, dass es "auf dem Campus", wie es Duenbostel formulierte, also mitten auf dem Firmengelände und von und mit den Mitarbeitern organisiert werde, auch wenn es eng sei. Diesen Grundsatz könne man allenfalls einmal nicht befolgen, falls die Bauaktivitäten auf dem KWS-Areal dies blockieren sollten. Zurzeit werden für die Erweiterung des Biotechnikums mit weiterer Labor- und Bürofläche die Versorgungsleitungen erneuert, dafür ist aktuell die Grimsehlstraße gesperrt.   

KWS hat im jetzt bilanzierten Geschäftsjahr 2016/2017 den Umsatz um 3,7 Prozent auf 1,075 Milliarde Euro gesteigert. Getrieben wird das Geschäft vor allem durch Wachstum im südamerikanischen Mais- und Sojasaatgutgeschäft sowie die hohe Nachfrage nach Zucker, durch die die KWS-Zuckerrübenaktivitäten deutlich zulegen konnten. Das Betriebsergebnis (EBIT) der KWS-Gruppe erreichte 131,6 Millionen Euro und verbesserte sich damit deutlich gegenüber dem Vorjahr (112,8 Millionen Euro). Für das laufende Geschäftsjahr erwartet KWS einen leicht steigenden Umsatz, aber eine geringere EBIT-Rendite.

Mit dem erfolgreichen Abschluss des Geschäftsjahres und der erreichten Steigerung der Ertragslage schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 14. Dezember erstmals seit 2013 die Erhöhung der Dividende um 20 Cent auf 3,20 Euro je Aktie vor. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Aktionäre würden hiermit 21,1 Millionen Euro des Bilanzgewinns der KWS Saat SE ausgeschüttet.