KWS weiht neues Gewächshaus LEO II in Einbeck ein
13.09.2016, Frank Bertram – Politik, Wirtschaft, Sonstiges

14.09.2016, fb. Der Einbecker Saatzüchter KWS hat für rund sechs Millionen Euro seine Gewächshausanlage LEO in Einbeck erweitert. Der 3600 Quadratmeter große neue Komplex ist zwischen Grimsehlstraße und Altendorfer Tor innerhalb von zehn Monaten Bauzeit entstanden. Jetzt verfügt das Unternehmen am Standort der Zentrale über Gewächshausflächen von mehr als 20.000 Quadratmetern, was drei Fußballfeldern entspricht. „Wir können mit dem Bau von LEO II die Möglichkeiten für unsere verschiedenen Züchtungsprogramme ausbauen“, sagte KWS-Forschungsvorstand Léon Broers bei der Einweihung des gläsernen Gebäudes.

65 Tonnen Stahl, 7000 Quadratmeter Glas und 75 Kilometer Kabel wurden verbaut. Für gutes Licht sorgen 550 Pflanzenleuchten und 250 energiesparende LED-Leuchten. Das Wasser für die Bewässerung kommt aus einem eigenen Brunnen und wird zuvor aufbereitet, damit es stets die gleiche Qualität hat. Insgesamt 10,5 Kilometer lang sind insgesamt alle Rohrleitungen. Bis Mitte nächsten Jahres wird noch eine Kühlung in das 5,50 Meter hohe neue Gewächshaus eingebaut, die für bestes Wachstumsklima für die Pflanzen sorgen soll.

Das neue Gewächshaus LEO II bietet nach den Worten von Léon Broers optimale Bedingungen, zeitgleich und unabhängig voneinander verschiedene Projekte im Bereich der Züchtung von Zuckerrüben, Mais und Getreide durchzuführen. Die neuen Flächen unter Glas könnten die Züchtungen beschleunigen und präziser machen, sagte der Forschungsvorstand. LEO II werde für zythopathologische Versuche genutzt, dort würden Resistenzen geprüft und neue Sorten entwickelt. Diese Sorten seien nicht nur ertragreicher, sondern auch immer besser an klimatische Veränderungen angepasst und widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheitserreger.

KWS investiert jährlich zwischen 15 und 17 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung, rund 40 Prozent der Mitarbeiter sind in diesem Bereich tätig.