Neuer Zuluftlüfter im Hallenbad eingeschwebt
19.12.2018, fb – Wirtschaft

Das war nicht so einfach wie sich das die Fachleute ursprünglich gedacht hatten. Denn das Ersatzteil, das am Hallenbad in Einbeck eingebaut werden musste, um es wieder öffnen zu können, ist eine Extra-Anfertigung. Der Lüfter liegt nicht irgendwo fertig im Regal. Viele Telefonate waren notwendig, damit noch vor Weihnachten das Klima im Schwimmbad wieder stimmt: Am Mittwoch Mittag hat ein Kran den neuen Zuluftlüfter auf das Dach gehoben, wo er von den Fachleuten sofort eingebaut werden konnte. Nach acht Tagen Schließung kann das Hallenbad am Donnerstag wieder öffnen - an diesem Tag zum Dank bei freiem Eintritt.

In der Lüfter-Technik war vergangenen Dienstag ein Laufrad ausgefallen, wodurch die rund 15 Jahre alte Anlage nicht mehr funktionierte. Die Folge: Die Halle des Schwimmbades wurde nicht mehr richtig beheizt und belüftet, mit Mühe und einem kleinen Gerät konnten 25 Grad Raumtemperatur gehalten werden. Zwischen Raumluft und Wassertemperatur sollten aber nicht mehr als zwei Grad liegen, damit alles für die Gäste angenehm temperiert ist. Auch die Luftfeuchtigkeit in der Schwimmhalle wird mit dem Zuluftlüfter reguliert.

Weil kein Lieferant den notwendigen Lüfter vorrätig hatte, musste Heizungsbauer-Meister Thorsten Diercks viel telefonieren, um einen Hersteller zu finden, der ihn nicht bis Januar mit "sechs Wochen Lieferzeit" vertrösten wollte. Das gelang, der neue, etwa 5000 Euro teure Zuluftlüfter wurde binnen wenigen Tagen produziert und nach Einbeck geliefert.

Um das 271 Kilo schwere Bauteil an der richtigen Stelle platzieren zu können, stellte Firma Dudkowiak kurzfristig einen Kran zur Verfügung. Bäderleiter Bernd Kunert ist froh, dass die beiden Einbecker Firmen die Stadtwerke unkompliziert unterstützen konnten und dadurch die Schwimmbad-Zwangspause nicht noch länger dauern musste.