Neues Projekt: Kinder stark machen
14.08.2017, fb – Freizeit, Unterhaltung

Kinder starken machen - das will ein neues Projekt der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Einbeck in den drei Kernstadt-Grundschulen. Es richtet sich an Grundschulkinder der 1. und 2. Klasse, die Lernschwierigkeiten oder andere Auffälligkeiten zeigen und eine individuelle Förderung gut gebrauchen können. Vor allem dort, wo Kinder von zu Hause wenig Unterstützung erfahren, soll eine pädagogische Kraft da sein, Strukturen und Ordnung vermitteln, soziale Kompetenzen und emotionale Fähigekiten verbessern, "eine weitere schützende und behütende und helfende Hand sein", wie Kirchenvorsteherin Elisabeth Weiß und Pastor Daniel Konnerth als Verantwortliche des Diakonie-Ausschusses sagen. Drei pädagogische Mitarbeiterinnen führen das Projekt in enger Absprache mit den Klassenlehrerinnen und den Schulleiterinnen durch. In der Grundschule am Teichenweg ist das Katja Heßler, in der Pestalozzischule Sylvia Engelke und in der Geschwister-Scholl-Schule Silke Heinemeier.

Die Kinder sollen durch einen Menschen gestärkt werden, zu dem sie eine vertrauensvolle, vor allem nicht durch einen Leistungsanspruch belastete Beziehung aufbauen. Eine „Versetzungsgefährdung“ soll kein Förderkriterium sein, vielmehr eine ganzheitliche Einschätzung erfolgen, die den sozialen Kontext des Kindes einbezieht. Somit ist es beispielsweise möglich, schwierige Lebensereignisse (Trennung der Eltern oder der Verlust eines Elternteils) frühzeitig und unbürokratisch aufzufangen und eine besondere Begleitung zu etablieren. Die Inhalte der Projektarbeit werden eng mit den unterrichtenden Lehrkräften abgesprochen. Manchmal genüge es schon, dass ein weiterer Ansprechpartner da ist, der den Kindern vermittelt, dass es wichtig ist, regelmäßig die Hefte mit zur Schule zu bringen, auch das Frühstücksbrot nicht zu vergessen. Manchmal helfe auch, mal gemeinsam ein Eis zu essen. Die Bandbreite der Unterstützung sei vielfältig.

Mit vier Wochenstunden pro Grundschule könnten insgesamt bis zu 50 Kinder pro Schuljahr individuell gefördert und in die Lerngemeinschaft wieder integriert werden. Wo Arbeitsmaterial fehlt, soll möglichst schnell Ersatz angeschafft werden. Manchmal muss schnelle und unbürokratische Hilfe möglich sein. Dafür soll der pädagogischen Fachkraft ein Budget zur Verfügung stehen.

Der Gesamtbedarf für das Projekt liegt bei etwa 40.000 Euro für einen Dreijahreszeitraum bis 2020. Etwa die Hälfte der Kosten übernimmt die Landeskirche Hannovers aus dem Fördertopf „Zukunft(s)gestalten“. Der Rest muss von der Kirchengemeinde aufgebracht werden. Dazu ist die Kirchengemeinde auf Spenden angewiesen.
Spendenkonto: Kirchenkreisamt, IBAN DE04 2625 1425 0009 1010 07, Verwendungszweck „KG Einbeck – Kinder stark machen!“
Die AKB-Stiftung hat eine Spende von 1000 Euro für das erste Projektjahr zugesagt.