PS-Pfad bis Bahnhof verlängert
25.09.2017, fb – Wirtschaft, Freizeit

Er endet nicht mehr auf dem Marktplatz: Der PS-Pfad ist jetzt mit weiteren fünf informativen Edelstahl-Schildern bis zum Bahnhof verlängert worden. Der erste Teil vom PS-Speicher bis zur Marktkirche war im Sommer 2015 enthüllt worden. Die Schilder informieren Besucher und Bürger gleichermaßen über Einbeck, erzählen bekannte und unbekannte Geschichten an den jeweiligen Orten und zeigen historische Fotos. Inhaltlich erarbeitet worden sind die Infos auf den Pfad-Schildern gemeinsam von Stadtmuseum und Stiftung des PS-Speichers. Gestaltet wurden die Tafeln wieder von der Agentur Ö-Konzept, der Bauhof hat für die Fundamente gesorgt, bezahlt haben die Gesamtkosten in Höhe von 30.000 Euro zu je einem Drittel die Förderfreunde des PS-Speichers, die Stadt Einbeck und die Kultur- und Denkmalstiftung des Landkreises Northeim. Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek dankte für das Miteinander bei diesem Projekt. "Jeder profitiert vom anderen." Es sei interessant, welche Mobiliätsgeschichten sich in der Stadt verbergen. Holger Eilers, Vorstand der Kulturstiftung Kornhaus, lobte ebenso die gute Kooperation mit der Stadt. "Wir leiten unsere 100.000 Besucher pro Jahr gerne in und durch die Stadt." Der PS-Pfad zeige informativ, wo's in Einbeck längs geht.

Neue Schilder des PS-Pfades stehen an der Ecke Marktstraße/Tiedexer Straße, am Durchgang Steinhaus am Marktplatz, am Möncheplatz, am Stukenbrokpark sowie am Bahnhof Einbeck. Themen sind unter anderem die ehemaligen Central-Garagen hinter dem Steinernen Haus am Marktplatz, die einstige Schule auf dem Möncheplatz und das Wohnhaus des Morphium-Erfinders Friedrich Wilhelm Sertürner in der Langen Brücke, der Hinweis auf Unternehmer und Mäzene wie August Stukenbrok, Gerhard Heidemann oder Dr. Friedrich Uhde. Auch Einbecks wechselvolle Eisenbahngeschichte wird thematisiert.

Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek hat schon weitere Ideen für die Verknüpfung von PS-Pfad und Mobilität in Einbeck. Vielleicht könne am Bahnhof mit dem reaktivierten Schienenanschluss einmal eine Fahrrad-Rikscha die Besucher willkommen heißen und durch die Stadt fahren, oder E-Bikes könnten Gäste dort ausleihen.

Entstanden ist das Projekt PS-Pfad ursprünglich aus gemeinsam mit der Hochschule HAWK entwickelten Ideen ("Saal Null") für die Tiedexer Straße. Daraus war auch die Bürgerinitiative "Sch(l)aufenster" gegen leer stehende Schaufenster in der Innenstadt entstanden.