Schulpreis-Jury besucht BBS Einbeck und gewinnt viele Eindrücke
16.02.2017, fb – Freizeit, Wirtschaft

Eine große Vielfalt an den Berufsbildenden Schulen Einbeck haben die fünf Jury-Mitglieder des Deutschen Schulpreises registriert. Wie sie die vielen Eindrücke aus ihrem zweitägigen Besuch letztlich bewerten werden, wird die Öffentlichkeit erst in vier Wochen erfahren, wenn die maximal 15 besten Schulen benannt werden. Die BBS Einbeck gehört zu den Top 20 der Schulen in Deutschland, die von der aus erfahrenen Schulpraktikern und Bildungswissenschaftlern bestehenden Jury auf Herz und Nieren getestet werden. Bei der Entscheidung über die Preisträger bewertet die Auswahlkommission sechs Qualitätsbereiche: Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution.

„Wir haben feststellen können, wie gut die Schule läuft und sich die Schüler aufgenommen fühlen und eine gute Chance für den Lebensweg erhalten“, sagte Jury-Sprecher Dr. Gerhard Eikenbusch nach dem Besuch. Neben Schulrundgang und Gesprächen mit Eltern und außerschulischen Partnern der BBS Einbeck standen auch mehr als 50 Unterrichtskontakte in allen Fachbereichen auf dem Terminplan der Bewertungsgruppe. In den Schulstunden gab es kurze, längere und auch mehrfache Besuche. So haben die Schultester beispielsweise im Fach Pädagogische Psychologie einen Eindruck gewinnen können, in dem eine Virtual-Reality-Brille getestet wurde, um Zwangsstörungen zu behandeln. Zeugnisse seien nicht alles, sagte der Jury-Sprecher. Kreativität, Teamarbeit und die Förderung von Selbstbewusstsein und Sprachfähigkeit würden an der BBS sehr deutlich in den Fokus genommen. Im Lehrer-Kollegium herrsche ein „Spirit der Zusammenarbeit“, und auch die Schulleitung leiste professionelle Arbeit, immerhin sei an der BBS Einbeck mit ihren 1350 Schülern und mehr als 100 Lehrern ein breites Spektrum an Abschlüssen in mehreren Fachbereichen zu koordinieren.

Aus der Jury für den Deutschen Schulpreis waren in Einbeck Dr. Gerhard Eikenbusch (ehemaliger Leiter der Deutschen Schule Stockholm), Dr. Volker Krobisch (Moderator für Schulleiterqualifizierungen und Trainer für Schulentwicklungsberater, Greven), Wolfgang Berkemeier (ehemaliger Schulleiter des Erich-Gutenberg-Berufskollegs, Bünde), Ingrid Kaiser (ehemalige pädagogische Leiterin der Helene-Lange-Schule in Wiesbaden) und Prof. Dr. Monika Buhl (Schulpädagogik Universität Heidelberg) zu Besuch. Unabhängig vom Ergebnis sei eine Teilnahme am Schulpreis immer auch ein Impuls für jede Schule und bringe diese weiter voran, sagte Eikenbusch.

Das sieht auch Schulleiter Renatus Döring so: „Allein die Bewerbung und der Jury-Besuch waren ein Katalysator für die Schulentwicklung“. Ihre 30-seitige Bewerbung hatte die BBS „Gemeinsam einzigartig“ überschrieben. Dies könnte in jedem Fall der neue Schulslogan werden, deutete Döring an.

Die Robert-Bosch-Stiftung vergibt den mit über 200.000 Euro dotierten Deutschen Schulpreis seit dem Jahr 2006 gemeinsam mit der Heidehof-Stiftung. Seit dem Start des Programms haben sich knapp 2000 Schulen für den Preis beworben, in diesem Jahr waren es 120. Im Anschluss an die Schulbesuche nominiert die Jury Ende März bis zu 15 Schulen für den Deutschen Schulpreis 2017. Diese nominierten Schulen nehmen an der Preisverleihung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am 29. Mai in Berlin teil. Erst dort entscheidet sich, wer die begehrten Preise mit nach Hause nehmen wird.