Seniorenpreis für Hallenbad-Väter
30.11.2018, fb – Freizeit, Politik

Der Einbecker Seniorenpreis 2018 geht an Heinrich Langheim und Eberhard Völkel, die „Väter“ des Hallenbades in Greene. „Immer genug Wasser im Becken“ wünschte die Jury dem Duo, das seit 25 Jahren das einstmals kommunale Schwimmbad in Regie eines Fördervereins führt.

Mehrere Generationen Schüler hätten dadurch in Greene schwimmen lernen können. Als Vorsitzende des Fördervereins haben Heinrich Langheim und Eberhard Völkel unter anderem auch das bei Jung und Alt beliebte Zwölf-Stunden-Schwimmen ins Leben gerufen. Bei der Verleihungsfeier im Alten Rathaus nahmen die Gewinner den Preis aus den Händen von Einbecks Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek entgegen, die selbst regelmäßig bei diesem Schwimmfest ins Wasser springt.

Nach einem Jahr Pause sind zum insgesamt zwölften Mal in Einbeck Menschen oder Gruppen ausgezeichnet worden, die sich ehrenamtlich und dauerhaft für die Belange älterer Menschen und das Zusammenleben der Generationen vor Ort engagieren. Insgesamt waren in diesem Jahr 14 Vorschläge eingereicht worden. Die Preisgelder (200 Euro für den ersten Preis, 150 Euro für den zweiten Preis, 100 Euro für den dritten Preis) wurden von der Bürgerstiftung Einbeck zur Verfügung gestellt. Künftig soll der Seniorenpreis alle zwei Jahre ausgelobt werden.

Auf den zweiten Platz hatte die siebenköpfige Jury, die sich aus Mitgliedern des Einbecker Seniorenrates zusammensetzte, Elisabeth Briese gewählt. Seit 13 Jahren sei sie an sechs Tagen in der Woche unermüdlich in der Bahnhofsmission am Bahnhof Kreiensen vor Ort; wer in Not gerate oder einfach einen heißen Kaffee brauche, weil er auf einen Zug warten müsse, sei bei Elisabeth Briese in der Bahnhofsmission immer willkommen, würdigte die Jury. Den dritten Preis erhielten Margarete Weber und Edith Jordan aus Vogelbeck, die sich dort unter anderem im Heimatverein engagieren und auch für ein gesundes Schulfrühstück sorgen.

Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek bezeichnete das Ehrenamt als „Stütze einer freien Gesellschaft“. Mit dem Seniorenpreis werde Menschen, die nicht nur an sich selbst denken, ein Dank für scheinbar alltägliche Dinge gesagt. Diese Mitbürger seien „ein riesiger Schatz“, sie gehörten „zu den ganz starken Seiten unserer Gesellschaft“. Ehrenamtliches Engagement sei wichtig für das Klima zwischen den Menschen, sagte die Bürgermeisterin. Aufgabe des Staates sei es, „eine Atmosphäre zu schaffen, in der Ehrenamt Spaß macht und man sich nicht ausgenutzt fühlt“.

Als weitere Vorschläge für den Seniorenpreis wurden jeweils mit Urkunden geehrt: Dieter Kühnemund (Einbeck), Johanna Bockelbrink und Dieter Baumann (Einbeck), Dr. Ewald Hein-Janke (Einbeck), Ursula Krengel und Gabriele Muhs und Jutta Hotop (Hullersen/Holtensen), Richard Woitag (Kreiensen), Helmut Specht (Ilmetal), Hermann Zenger (Greene), Bernd Knüppel und Hartmut Hotschicke und Heinz-Hermann Brinkmann (Einbeck), Sabine Gülke (Kreiensen), Gerda Domnitz (Drüber).