Treffen historischer Omnibusse
21.04.2018, fb – Freizeit, Wirtschaft

Rund 60 historische Busse und Kleinbusse aus verschiedenen Epochen der motorisierten Personenbeförderung trafen am Wochenende in Einbeck aufeinander: Erstmals veranstaltete der PS-Speicher das traditionsreiche Europatreffen historischer Omnibusse – ein Pflichttermin für Teilnehmer aus der Schweiz, aus Luxemburg, aus den Niederlanden, aus Frankreich und aus England mit ihren Jahrzehnte alten Omnibussen. Ein Brennabor 12/55 ASK, Baujahr 1928, war das älteste Fahrzeug, das bei einer Ausfahrt auch als erstes auf die 95 Kilometer lange Strecke von Einbeck durchs Weserbergland bis Kloster Corvey und zurück ging. Bei der Rückkehr am PS-Speicher in Einbeck begrüßten zahlreiche Fans automobilen Kulturguts die geschichtsträchtigen Busse.

Die verschiedenen Fahrzeuge machten bei Formen und Funktionen deutlich, welchen Wandel die Personenbeförderung in den vergangenen Jahrzehnten erlebt hat: Während in die frühen Omnibusse nur wenige Passagiere einsteigen konnten, wurde es später geräumiger in den Bussen, die oftmals Panorama-Dachfenster oder gar ein Faltdach für die Cabrioversion hatten – oder die Koffer noch auf dem Dach transportierten. Bis hin zum Doppeldecker von 1968 von Neoplan oder dem roten Bristol-Doppeldeckerbus aus England von 1954.

Und welche Exoten es gibt: Ein 18 Meter langer Neoplan von 1975 („Das längste Wohnmobil der Welt“) konnten die Zaungäste entlang der Strecke ebenso bestaunen wie einen Neoplan Skyliner-Bus  von 1971 mit Dachterrasse. Auf dem Festplatz, wo die Busse sich sammelten, hatten die Besucher auch die Gelegenheiten, einmal in die Busse hinein zu schauen. Sehr begehrt waren die wenigen Möglichkeiten, auf der Ausfahrt mitzufahren in den historischen Omnibussen. Der Andrang war groß.

Die Verantwortlichen des PS-Speichers freuten sich, dass die von Dr. Konrad Auwärter initiierte, mittlerweile zum sechsten Mal organisierte Veranstaltung in diesem Jahr in Einbeck zu Besuch war.

(Aktualisiert: 21.04.2018, 18:29 Uhr)

Frühere Version:

An diesem Wochenende findet im und am PS-Speicher in Einbeck das diesjährige Europatreffen historischer Omnibusse statt. Zuletzt hatten sich 58 Enthusiasten mit ihren Bussen angemeldet, die ihre besonderen Fahrzeuge zeigen und sich im Kreise Gleichgesinnter austauschen wollen. Heute trudelten die Busse nach und nach auf dem Festplatz ein. Am Sonnabend, 21. April, findet ab 10 Uhr eine gemeinsame Ausfahrt durchs Weserbergland nach Corvey statt. Start ist auf dem Festplatz an der Twetge, wo sich die Teilnehmer ab 9 Uhr sammeln. Gegen 15 Uhr werden die ersten Omnibusse von der 95 Kilometer langen Tour in Einbeck zurück erwartet, sie fahren alle am Kornhaus vorbei und werden dort auf der ehemaligen Raiffeisenstraße vorgestellt.

Die Strecke führt über Kohnsen – Amelsen – Deitersen – Erichsburg – Mackensen – Merxhausen – Heinade – Deensen – Arholzen – Lobach –  Bevern – Allersheim zum Kloster Corvey, wo die ersten Teilnehmer gegen 11 Uhr erwartet werden. Um 14 Uhr beginnt nach einer Pause dort die Rückfahrt über Negenborn – Kloster Amelungsborn – Stadtoldendorf – Wangelnstedt – Lüthorst – Amelsen – Kohnsen nach Einbeck.

Die Veranstalter erwarten zahlreiche historische Busse und Kleinbusse aus nahezu allen Epochen der motorisierten Personenbeförderung. Unter den teilnehmenden Fahrzeugen finden sich bekannte Fabrikate wie Neoplan, Mercedes-Benz oder Setra. Aber auch Marken früherer Tage wie Brennabor, Saviem oder Saurer. Sogar ein Buick, der einst in Amerika als Linienbus im Einsatz war, geht an den Start, aus England reist ein Bristol LHS nach Einbeck an.